Vorheriger Vorschlag

Verzicht auf steinerne Vorgärten

Aus Naturschutz- und Klimaschutzgründen sollte auch im privaten Bereich auf steinerne Vorgärten verzichtet werden. Die Stadtverwaltung sollte auf dieses Ziel mit entsprechenden Maßnahmen hinwirken. Denkbar wären Aufklärung z.B.

weiterlesen
Nächster Vorschlag

Mehr Baugenehmigungen für Privatleute

In Zukunft sollen auch wieder Baugenehmigungen für Privatleute erteilt werden, die ein Einfamilienhaus auf eigenem Grund und Boden bauen wollen.

weiterlesen
Zentrum

Der Holzgartensteg muss gebaut werden

Im Entwurf des Regensburg-Plans 2040 hat die Förderung der Nahmobilität als Oberziel höchste Priorität, um den Radverkehrsanteil bereits bis zum Jahr 2035 auf 30 % zu erhöhen und das Zufußgehen attraktiv zu machen.
Wörtlich heißt es: „Das Rad-und Fußwegenetz ist zu verbessern und zu ergänzen. Dabei ist besonderer Wert auf die Schaffung sicherer und attraktiver Verbindungsachsen zu legen. Die Gestaltung dieser Ver-bindungen ist möglichst so auszuführen, dass sie auch für moderne Verkehrsmittel wie E-Räder und Lastenräder, aber auch E-Roller geeignet sind. Der „Umwegeempfindlichkeit“ des Fuß-und Radverkehrs soll durch möglichst direkte Verbindungen Rechnung getragen werden.“
Genau diesen Zielen entspricht der dringende Neubau des Holzgartensteges. Es ist ein Anachronismus erster Güte, wenn man, wie es scheint, ein Leuchtturmprojekt zur Förderung des Fussgänger- und Rad-verkehrs wie den in den nächsten Jahren geplanten Bau des Holzgartenstegs als attraktive Geh- und Radwegverbindung zwischen dem Norden und der Innenstadt nicht nur wegen der aktuellen Finanzsitu-ation ohne Perspektive für eine Umsetzung aufgibt. Es ist zu befürchten, dass die jetzige coronabeding-te Entscheidung gegen den Holzgartensteg für Jahre zementiert wird. Ihn kurzfristig nicht zu bauen ver-schleiert, dass opportunistische politische Interessen das Projekt eigentlich für immer konterkarieren wollen. Wider dem Fachverstand der eigenen Verwaltung im Sinne des Regensburg-Plans 2040 und der Mehrheitsentscheidung des Stadtrates.
Fazit: Die Entscheidung gegen den Holzgartensteg ohne Perspektive ist eine gegen den inflationär bekundeten Willen der Politik zur Verkehrswende. Wenn man in der Zukunft seine selbst gesteckten Ziele (Modal split Radverkehr 30%!) erreichen will, muss man auch den Mut und das Rückgrat gegen Widerstände zur Investition haben. Ansonsten verspielt man seine Glaubwürdigkeit und Vertrauen. Es bleibt dann nur bei Papier und Sonntagsreden. Man frägt sich auch, welchen Sinn aktive Bürgerbeteiligungen wie diese haben. Ganz abgesehen von dem bisher schon erbrachten finanziellen und planerischen Aufwand für eine weit fortgeschrittene Planung, die selbst gesteckte Ziele entsprechend dem Radverkehrsplan umsetzen will.

Kommentare

Welchen verkehrstechnischen Sinn hat der Holzgartensteg?
1. Der Steg zerstört alleine schon auf Grund der langen Auffahrtsrampen eines der wenigen autofreien Naherholungsgebiete mit den bei Kleinkindern äußerst beliebten Spielplatz und einen großen viel benutzten Bolz- und Ballspielplatz im östl. Stadtbereich.
2. Aufgrund der aufwendigen techn. Ausführung des Steges wird dieser sehr teuer werden und er wird mit seiner Masse z. B. den Rampen zerstörend auf das Landschaftsbild mit dem Donautal, dem Dom und Stadtamhof wirken z. B. vom Reinhausener Damm aus.
3. er wird für den Stadtradverkehr keine bedeutende Funktion im Stadtbereich im Verhältnis zum Aufwand haben.
4. Der Steg kann nur durch die schmale jetzt schon überlastete Naabstraße und in
Weiterfürung über die Frankenstraße - Donaustauferstraße zur Brennesstraße erschlossen werden.
5.Dafür gibt es jetzt schon sehr viel schnellere und leistunsfähigere Radverbindungen von Stadtnorden zur Altstadt und dem Stadtsüden.
6. Der Reinhausener Damm mit den Steg ist vielleicht recht praktisch für den Fahrradtouristen am Donauradweg - für den z.B. berufstätigen Alltagsradler gibt es kein Anreiz diesen von den großen nördlichen Siedlungsgebiete aus zu befahren. Er hat schlicht und einfach von Beerplatz bis zur Vilsstraße keine nutzbare, sinnvolle und sichere Abzweigungen zum Stadtnorden bzw. auch nicht einmal z.B. dem Einkaufszentrum. Es gibt dafür jetzt schon viel bessere Radwegeverbindungen. Also das Geld in andere Fahrradprojekte investieren ist wesentlich sinnvoller und effektiver für den Radler!

Moderationskommentar

Hallo Donauanlieger,

vielen Dank für Ihren Beitrag. Wir möchten Sie jedoch darum bitten, dass Ihre Kritik sachlich bleibt. Bitte verzichten Sie auf Formulierungen wie "veruntreute Gelder" durch die sich Dritte (hier beispielsweise die Politikerinnen und Politiker) beleidigt oder persönlich angegriffen fühlen könnten. An dieser Stelle ein Hinweis auf die Dialogregeln: https://www.regensburg-gemeinsam-weiterdenken.de/regeln

Beste Grüße,
Petra Schröter (Moderation)