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Wirtschaft & Arbeit

Regensburg ist und bleibt das Wirtschafts- und Handelszentrum Ostbayerns. Dadurch ist die Nachfrage an Flächen in allen Wirtschaftssektoren groß, verfügbare Flächen werden gleichzeitig weniger.

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Digitalisierung

Neue Technologien entwickeln sich zunehmend schnell und werden komplexer. Hinter dieser Dynamik steckt die Gefahr, dass etwa traditionell ausgerichtete Unternehmen wegbrechen.

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Wissenschaft

Universitätscampus Regensburg

Folgt man der demographischen Entwicklung, nehmen die Studierendenzahlen künftig tendenziell ab. Damit steigt auch die Konkurrenz um Studierende und Projektförderungen gegenüber anderen Universitätsstandorten. Eine weitere Herausforderung ist es, die Wissenschaft in und außerhalb der Stadt noch intensiver zu vernetzen und aktuelle Themen wie den Klimabereich stärker einzubinden.

Bis zum Jahr 2040 setzt sich Regensburg folgende Ziele:

  • Wirtschaft und Wissenschaft verbinden sich zu einem Standort des Wissens und der Innovation.
  • Für wissenschaftliche Einrichtungen muss ein gemeinsames Marketing eingerichtet werden (inkl. TechCampus).
  • Auch außeruniversitäre Forschungsinstitute sollen verstärkt angesiedelt werden.
  • Die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Stadtverwaltung wird ausgebaut.
  • Wissenschaft muss in der Stadt präsenter sein und den Austausch mit der Gesellschaft fördern.
  • Eine Technologiestrategie, an der Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft eng zusammenarbeiten, soll erarbeitet werden.
  • Der Nachwuchs technischer Studiengänge muss gefördert werden.
  • Die wissenschaftliche Praxis benötigt Räume für temporäre Teams und muss sich am lebenslangen Lernen und der Methodenvermittlung orientieren.

Kommentare

Moderationskommentar

Lieber Gast,
vielen Dank für Ihre Rückfrage und Anregung. Untenstehend finden Sie die Antwort aus dem Amt für Stadtentwicklung auf ihre Fragen.

Rückmeldung aus dem Amt für Stadtentwicklung:
"Die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Stadtverwaltung und Wirtschaft (die muss noch dazu) wird in Regensburg bereits seit vielen Jahren erfolgreich praktiziert. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse und innovative Lösungen, die in unseren Hochschulen ständig erarbeitet werden, müssen in die Wirtschaft weitergetragen werden. So entstehen neue Produkte und Dienstleistungen, die Arbeitsplätze sichern bzw. schaffen.
Der Stadtverwaltung kommt dabei häufig die Rolle des Vermittlers und „Antreibers“ zu. Auf diese Weise entstanden in Regensburg z. B. die Biotechnologie-Initiative und der Technologiepark in der ehem. Nibelungenkaserne. Als nächstes werden wir uns den „grünen“ Technologien zuwenden, um unseren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und natürlich auch die Arbeitsplätze von morgen zu sichern. Auch hier wird eine enge Zusammenarbeit von Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung notwendig sein.

Eine direkte Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ist hier schwierig, weil dazu ausgeprägte Fachkenntnisse, Erfahrungen und Netzwerke unerlässlich sind. Wir sehen Bürgerbeteiligung insbesondere dann, wenn es um die (räumliche) Umsetzung, deren Folgen für einzelne Quartiere oder die Gesamtstadt sowie um konkrete Planungsprozesse geht. Hier wird es wie bisher auch umfassende Beteiligungsmöglichkeiten geben."

mit freundlichen Grüßen
Moderation SeS

Gerade im Bezug auf die MINT-Fächer sind diese meist im Kontext wirtschaftlicher Interessen genannt. Wissenschaft ist aber unabhängig von wirtschaftlichen Interessen zu betrachten. So liefert beispielsweise Grundlagenforschung oft keine dirketen Profit, wie Ingineurswissenschaften, aber eben die Erkentnisse für zukünftigen Fortschritt. Die weitgehende Unabhängigkeit der Forschung,in allen Fächern von wirtschaftlichen Interessen, garantiert eine unabhängige und ergebnissoffene Forschung.

Das ist meiner Meinung zu sehr schwarz/weiß gedacht. Natürlich ist Grundlagenforschung wichtig. Aber anwendungsnahe Forschung ist auch wichtig. Beides sollte nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Eine Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft kann auch gegenseitig befruchtend wirken, ohne dass die Wissenschaft dabei ihre Unabhängigkeit aufgibt. Aber die Fragestellungen sollten nicht nur aus dem Elfenbeinturm definiert werden, sondern auch an der Realität gegengecheckt.

Die Stadt Regensburg soll sich auch für den Schutz der Geistes- und Sozialwissenschaften an der Universität Regensburg einsetzen. Gerade im Rahme der geplanten Reform des Hoschulgesetzes, dorhen diese hinter wirtschaftlichen Intressen der Hochschulen zurück zu fallen. Die Stadt soll sich weitergehen gegen diese Hochsulreform einsetzten, weil sie eben nicht nur die Unabhängigkeit der Forschung und Existenz einiger Fächer gefährdet, sonder auch die demokratisierung der Wissenschaft und Lehre gefährdet.

Dem stimme ich völlig zu. Es wäre aber auch hilfreich, wenn die lokalen Medien sich etwas mehr bewußt machen würden, dass Regensburg eine Stadt der Wissenschaft ist.

Leider ist die Berichterstattung über wissenschaftliche Themen der OTH und der Universität doch sehr rudimentär. Sie beschränkt sich eher auf den Boulevard. Da kommt dann was über die Katze, die an der Universität rumläuft. Auch schön...

Im Onlineangebot der Mittelbayerischen ist konsequenterweise der Menüpunkt "Hochschulen" gelöscht worden.

Kann man über einen Regensburg-Plan natürlich nicht beeinflussen, aber vielleicht wacht bei einer stärkeren Präsenz der Wissenschaft in der Stadtgesellschaft auch die Lokalzeitung mal auf.

"Der Nachwuchs technischer Studiengänge muss gefördert werden." - Dagegen ist erst mal nichts zu sagen. Die Aussage ist aber natürlich unvollständig. Besonders gefördert werden müssen auch nicht-technischen Studiengänge, insbesondere solche wie Soziologie, Politik, Philosophie, Ethik. Denn diese Studiengänge versetzen die Menschen in die Lage, die technischen Möglichkeiten, die MINT- und ähnliche Studiengänge eröffnen, zu bewerten, einzuordnen und dann mit zu entscheiden, welche dieser technischen Möglichkeiten die Gesellschaft nutzen sollte und welche sie lieber ablehnen sollte. Ohne diesen wichtigen moralischen Kompass birgt eine auch noch so hervorragende technische Expertise einfach zu viele nicht kalkulierte und nicht vorhergesehene Gefahren.