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Städtebau und Quartiere

Für die weitere Siedlungsentwicklung in Regensburg muss sowohl über die Entwicklung bestehender Quartiere als auch die Nutzung größerer Flächen im Außenbereich nachgedacht werden.

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Wissenschaft

Folgt man der demographischen Entwicklung, nehmen die Studierendenzahlen künftig tendenziell ab. Damit steigt auch die Konkurrenz um Studierende und Projektförderungen gegenüber anderen Universitätsstandorten.

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Wirtschaft & Arbeit

Regensburg ist und bleibt das Wirtschafts- und Handelszentrum Ostbayerns. Dadurch ist die Nachfrage an Flächen in allen Wirtschaftssektoren groß, verfügbare Flächen werden gleichzeitig weniger. Eine große Herausforderung wird künftig die Bewältigung des Fachkräftemangels und des Strukturwandels sein. Gleichzeitig bietet dies die Chance, neue Wirtschaftsbereiche zu entwickeln.

Bis zum Jahr 2040 setzt sich Regensburg folgende Ziele:

  • Kooperationen zwischen Hochschulen, Wirtschaft und Gesellschaft werden weiterhin intensiv unterstützt.
  • Regensburg stärkt bestehende und entwickelt neue Wirtschaftssektoren: Der Austausch über Cluster und Netzwerke wird gefördert, außerdem soll in innovative Milieus und Zukunftstechnologien investiert werden.
  • Mehrgeschossige Lösungen für innerstädtische Gewerbebetriebe, z.B. Gewerbehöfe oder urbane Gebiete, sollen verstärkt entwickelt werden.
  • Gewerbegrundstücke sollen flächensparend durch die Stadt bereitgestellt werden.
  • Die Digitalisierung wird künftig alle Lebensbereiche prägen. Die digitale Infrastruktur muss gesamtstädtisch verbessert werden (Smart City).
  • Wichtige Themen, wie interkommunale Gewerbegebiete oder die Stadt-Umland-Mobilität, können künftig nur in enger Zusammenarbeit zwischen Stadt und Umland gelingen.

Kommentare

Mobile Arbeit wird nicht zuletzt durch Corona immer mehr zunehmen. Umso wichtiger werden bezahlbare Möglichkeiten für Coworking und Shared Offices überall in der Stadt.

Zu einem starken und erfolgreichen Wirtschaftsstandort gehört auch eine starke Markenpositionierung.
Es ist wichtig, dass die Visionen und Erfolge, die für Regensburg bisher erreicht wurden und bis 2040 erreicht werden sollen, auch weiter deutlich kommuniziert werden.
Regensburg ist bereits in vielen Bereichen Vorreiter und "spitze" und hat viele "Hidden Champions".
Zur kommunikativen Unterstützung der gesteckten Ziele schlagen wir vor, Regensburg weiter als die Stadt zu bewerben, die "Spitze an der Donau" ist.
Damit können wir die Vielfalt der überragenden Angebote und Leistungen der Regensburger Wirtschaft einheitlich vermarkten.

Die Förderung von Gründern, Gründungswilligen und Startups sollte ausgebaut werden. Vor allem die Koordinierung und Zusammenführung von Hochschulen, Startups und etablierten Unternehmen benötigt mehr Einsatz und auch mehr finanzielle Möglichkeiten in R. Ebenso sollte die Kreativ- und Kulturszene hier geeignet mit eingebunden werden (Bespiel München: "Kreativ-Quartier"). Unter anderem fehlt uns ein gut zugänglicher und breit ausgestatteter "Maker-Space". Im Wesentlichen geht es auf längere Sicht darum, dass sich in R die passenden Gründer und Startups ansiedeln, die im bestehenden (wirtschaftlichen, technologischen usw.) Umfeld die besten Bedingungen finden, um hier längerfristig regionale Wertschöpfung und neue Arbeitsplätze zu schaffen.

„Die gesamte wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl.“ (Bayerische Verfassung, Art. 151)
Die Fortschreibung des Entwicklungsplans kann man ideal mit einer Gemeinwohlbilanzierung der Stadtverwaltung kombinieren. Die Stadt Regensburg hat die Chance zur Pionierin und Treiberin der sozial-ökologischen Transformation zu werden und von innen heraus in die Wirtschaft, Stadtgesellschaft und die ganze Region ausstrahlen. Die Stadt der Zukunft muss eine nachhaltige Stadt sein. Dafür müssen jetzt die Weichen gestellt werden.

Die Gewerbegebiete verschlingen riesige Flächen, ohne dass Vorgaben gemacht werden, wie diese bebaut werden müssen. Das verdichtete Bauen (mehrere Geschosse, Büros über Produktion, Parkhäuser statt Parkplätze (noch besser: bessere ÖPNV-Anbindung), keine großen, versiegelten Lagerflächen) muss fest vorgegeben werden, wenn eine Firma in einem städtischen Gewerbegebiet bauen will.
Gleichzeitig sollten hinterfragt werden, welches Gewerbe man ansiedeln will: Weitere Lager- und Logistikhallen mit wenigen, schlecht bezahlten Arbeitsplätzen, viel LKW-Verkehr und großem Flächenverbrauch sollten nicht weiter unbegrenzt zugelassen werden. Auch die Flächen, auf denen Autos abgestellt werden, nehmen immer mehr zu und könnten sicher sinnvoller genutzt werden.

"Eine große Herausforderung wird künftig die Bewältigung des Fachkräftemangels und des Strukturwandels sein." - Dann muss man Anreize schaffen, grade für die systemrelevanten Berufe, dass die Menschen auch hier arbeiten wollen und es sich auch leisten können hier zu "arbeiten".

Das Thema Arbeit ist ein sehr wichtiges Thema und sollte vom Thema Wirtschaft in Zukunft entkoppelt werden.
Die Stadt muss sich auch explizit mit dem Thema Arbeit, unabhängig von der Wirtschaft, beschäftigen.

Berufsausbildung und Programme zum Dualen Studium sollen zur Bedingung bei Gewerbeansiedlungen gemacht wird. Bei den bereits ansässigen Unternehmen soll sich die Stadt für eine Sicherung von Ausbilungsplätzen einsetzen. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation wird hierzu ein runder Tisch, bestehend aus Stadt, Arbeitgebern und Gewerkschaften nötig sein.

Die Stadt soll sich auch für Qualitätssicherung und Steigerung der Berufsausbildung einsetzt. Ob direkt bei der Stadt als Arbeitgeber oder im Austausch mit den Arbeitgebern der Region, sowie bei der Finanzierung der Berufsschulen in der Region. Beispielsweise soll die flexibilisierung der Ausbildungsrahmenpläne durch Zusatzmodule vermieden werden. Statt dessen sollte sich für neue Berufsmuster eingesetzt werden.

Gewerbegebiete sollten wir in der Region denken. Die neue Entwicklung und Weiterentwicklung von Gewerbegebieten sollten wir gemeinsam mit den Landkreiskommunen angehen. Um den Verkehr zu entlasten, Flächen effektiv zu nutzen und eine Region der kurzen Wege zu entwickeln braucht es mehr interkommunale Zusammenarbeit in der Wirtschaftspolitik. Die Kommunen in der Region dürfen nicht im Wettbewerb zueinander stehen, sondern sie müssen gemeinsam für eine attraktive Region sorgen

Bei den Gewerbegrundstücken sollte zuerst auf die Wohnungsproblematik acht gegeben werden. Wo möglich, sollten Mischkonzepte entwickelt werden und mehr in Quartiersstrukturen gedacht werden.

Für Mitarbeiter*innen der Stadt und der städtischen Töchter sollte es ein Recht auf Homeoffice geben. Grad Corona hat gezeigt, wie gut das funktionieren kann, aber auch wo es im Ausbau der Homeoffice Struktur noch Defizite gibt.

Die Stadt Regensburg und die städtischen Töchter sollen Tariftreue beachten. Aufträge sollen deshalb in Zukunft nur noch an solche Unternehmen vergeben werden dürfen, die tariftreu sind. Ferner soll sich die Stadt dafür einsetzen, dass in Bayern eine landesgesetzliche Tariftreueregelung eingeführt wird. Es sollen solche Unternehmen als tariftreu gelten, die Tarifverträge mit einschlägigen, tariffähigen und repräsentativen Gewerkschaften geschlossen haben.

Im bisherigen Wirtschaftsteil des Planes dreht sich alles um die Kennzahl als Bruttoinlandsprodukt. Als selbstbewusste Stadt, können auch andere Berechnungskriterien angelegt werden, die Nachhaltigkeit und soziale Kriterien miteinbeziehen. Eine Konzentration auf eine Kennzahl alleine ist nicht zielführend. Vielmehr braucht es einen Plan die Entwicklung differenzierter zu sehen und wirtschafliche Ziele nicht als oberstes Bewertungskriterium zu sehen. Beispiele wären bei der Vergabe von Flächen auf die Sinnhaftigkeit und den Mehrwert der entstehenden Arbeitsplätze zu achten und langfristige Ziele nicht für kurze Zusatzeinnahmen aus den Augen zu verlieren.

Für die Stadt Regensburg und die städtischen Töchter sollen die sachgrundlose Befristung vollständig abgeschafft werden.
Neben der sachgrundlosen Befristung sollte generell die Befristung von städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie bei den städtischen Töchtern auf ein absolutes Minimum reduziert werden.

Es sollte ein Weg gefunden werden, die lebendige Innenstadt zu erhalten.
Der Verkauf von Häusern an Investoren ist da sicherlich nicht hilfreich. Evtl. würde Unterstützung von Eigentümern beim Umbau wegen neuer Brandschutzauflagen da auch ein bisschen helfen.

Regensburg ist durch seine topographische Lage eingeengt und begrenzt.
Die Stadt braucht reduziertes, kontrolliertes und kein unbegrenztes Wachstum.

Auch das Grün wird zurückgeschnitten um wieder neu zu treiben oder um Platz zu schaffen.
Die Stadt braucht auch Grün - und Wohnflächen fürs miteinander Leben.

Das begrenzten Stadtgebiet gibt den Rahmen für Leben, Wohnen und Arbeiten vor.
Das Arbeitsleben wird sich sehr stark verändern. Leben , wohnen und arbeiten wird sich in vielen Bereichen ändern und auf eine Örtlichkeit reduzieren.
Das heißt in Zukunft werden bestimmte Büro - und Industrieflächen leerstehen und umfunktioniert werden. Bestehende Bürohäuser können durch leichte Dachaufbauten erweitert werden. Industriebrachen werden umfunktioniert in Wohn - und Arbeitsquartiere. Hier ist ein großes Potential in der Stadt zu erwarten, das Raum schafft für neue Nutzung.

Der Ansatz muß lauten: "Keine weiteren Grünflächen verbrauchen, sondern vorhandne Potentiale nützen !! "

Die Stadt Regensburg sollte den weiteren Ausbau der solidarischen Landwirtschaft fördern. Dadurch erreicht man regionale Versorgung.

Das Kapitel ist im R-Plan 2040 komplett leer. Welche konkrete oder abstrakte Ziele und Überlegungen gibt es seitens der Stadt? Wo hat dies Auswirkungen auf nachgelagerten Schritte (z.B.FNP),also Flächenbelegungen. Wäre für die Bürgerbeteiligung interessanter als die abstrakten Willensbekundung und Schlagworte aus diesem Kapitel.

Rein am monetären Erfolg berechnetes Wachstum bietet keine ausreichende Grundlage, um öffentliche Einrichtungen zu führen. Lebensqualität, Klimaschutz und gesellschaftliche Auswirkungen von Entscheidungen, müssen für sie zentrale Entscheidungskriterien sein. Die Gemeinwohlökonomie (GWÖ) bietet Instrumente, die gemeinwohlorientierte Kriterien messbar und damit implementierbar machen. Alle städtischen Eigenbetriebe wie z. B. die Stadtbau GmbH sollten deswegen mittelfristig eine veröffentlichte Gemeinwohl- und Nachhaltigkeitsbilanzierung führen. Um Veränderungen, also Verbesserungen zu messen und dar zu stellen, sollte in sinnvollen zeitlichen Abstand erneute Bilanzen erstellt werden.
So kann die GWÖ Bilanz eine transparente Darstellung des Gemeinwohls für die Stadt und ihre Eigenbetriebe sein.

Regensburg, den 3. Januar 2021
Arbeitskreis Wirtschaft & Finanzen
BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN
KV Regensburg Stadt

Wie alle Kommunen bedient sich auch die Stadt Regensburg mit ihrem Haushalt von fast einer Milliarde Euro zur Sicherstellung der Liquidität, zur Finanzierung von Projekten oder zur Rücklagensicherung am Finanzmarkt. In den kommenden Jahren sollen zur Durchführung von Maßnahmen aus dem Vermögenshaushalt fast 400 Millionen Euro Schulden aufgenommen werden. Damit hat die Stadt auch in finanzpolitischer Sicht eine Verantwortung. Viele Geschäftsbanken investieren – meist indirekt über Fonds, in die sie selbst einlegen, oder über Anleihen, die von ihnen gehandelt werden – auch in fragwürdige Geschäftsfelder wie Rüstungsindustrie, Atomkraft und fossile Energien.
Die Stadt muss hier unmittelbar Verantwortung übernehmen und eine Divestmentstrategie nach Nachhaltigkeits- und Klimaschutzgesichtspunkten auflegen. Ziel muss es sein, dass keinerlei Gelder in fossile Energien wie Erdöl, Erdgas oder Kohle fließt. Die Stadt darf weder in Menschenausbeutung, noch in andere ökologisch, sozial oder menschenrechtlich bedenkliche Kapitalanlagen investieren.

Regensburg, den 3. Januar 2021
Arbeitskreis Wirtschaft & Finanzen
BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN
KV Regensburg Stadt