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Seit geraumer Zeit ist der Regensburger Wohnungsmarkt von Engpässen geprägt. Die Folge sind steigende Mieten und Preise für Eigentumswohnungen.

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Regensburg ist und bleibt das Wirtschafts- und Handelszentrum Ostbayerns. Dadurch ist die Nachfrage an Flächen in allen Wirtschaftssektoren groß, verfügbare Flächen werden gleichzeitig weniger.

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Städtebau und Quartiere

Wohnquartier in Regensburg

Für die weitere Siedlungsentwicklung in Regensburg muss sowohl über die Entwicklung bestehender Quartiere als auch die Nutzung größerer Flächen im Außenbereich nachgedacht werden. Denn Regensburg wächst weiter und die Flächenpotenziale werden knapper.

Bis zum Jahr 2040 setzt sich Regensburg folgende Ziele:

  • Die Siedlungsentwicklung soll möglichst flächensparend erfolgen.
  • Neue Baugebiete werden mit einer hohen städtebaulichen und ökologischen Qualität ausgestattet.
  • Als Endpunkt der Dienstleistungs- und Technologieachse im Stadtsüden entlang der Galgenbergstraße soll ein zweiter Tech Campus geschaffen werden.
  • Eine bauliche Verdichtung ist entlang der künftigen Stadtbahntrassen sinnvoll, soweit es städtebaulich verträglich ist.
  • Quartiere sollen sich künftig auszeichnen durch gemischte Strukturen, kurze Wege, kleinräumige Versorgungsstrukturen, ein attraktives Wohnumfeld und dezentrale öffentliche Räume und Quartierszentren mit hoher Aufenthaltsqualität.
  • Das Haus der Bayerischen Geschichte, die Galerie Leerer Beutel, das Marinaforum, ein neuer Konzertsaal, ein Museum für zeitgenössische Kunst und ein Kultur- und Kreativzentrum im ehemaligen Stadtlagerhaus im Westhafen könnten langfristig ein Kunst- und Kulturquartier zwischen östlicher Altstadt und Hafen bilden. Außerdem sind dezentrale kulturelle Einrichtungen für alle Altersgruppen an geeigneten Orten zu etablieren.

Kommentare

Funktionierende Quartierszentren gibt es in R bislang kaum. Oft sind diese ein städtebauliche Katastrophe (BUZ, Hornstraße, Th.-Heuss-Platz). Andererseits gibt es großflächige Angebote, die nur mit dem Auto zu erreichen sind (Bajuwarenstr.). Auch das ALEX oder der Neubau in KöWie sind nur auf die Belange der Investoren ausgerichtet, aber ein Treffpunkt für die Menschen sind sie nicht.

Man kann beim lesen vor dem inneren Auge sehen wie schön es wäre an einer Bahnstrecke zu wohnen. Das wird erneut die Finanz-Schwächere Schicht der Stadt treffen die ausschliesslich in solchen Wohn-Gettos bezahlbaren Wohnraum bekommt.

Während ein dunkel-grauer Betonblock als Museum an die Donau gebaut wurde mit Aussicht auf den Fluss und in Altstadtnähe.

Sinnvoll wäre dagegen eine Umplanung der Busstrecken, welche einen Busbahnhof aus der Innenstadt heraus bringen würde, (nebenbei auch den Busverkehr reduzieren kann)
Dafür Wohnungen an den Altstadtrand in Bahnhofsnähe bringen würden (Albertstraße) ... Statt einem Wohnquartier zum Beispiel nahe der Autobahn zu planen ...

Wenn man jetzt doch nur die Wahl hätte ...

.... bewußt etwas provozierend gefragt: Wie kommt dann der Bewohner von seiner schönen Wohnung an der Albertstraße zu seiner Arbeitsstelle (z.B. im Stadtnorden) - wenn dort kein Bus mehr hält (.. der Busbahnhof ist ja raus aus der Innenstadt ...)??
Hoffentlich nicht mit dem eigenen Auto ...

Kultur, Veranstaltungen, Nahversorgung, Grünflächen, ansprechende Quartierszentren, Treffpunkte mit hoher Aufenthaltsqualität, attraktives Wohnen, moderne Infrastruktur, Partizipationsmöglichkeiten für die Bewohner...
Die Quartiersplanung muss alle Menschen berücksichtigen, Kinder wie Senioren, Zugezogene wie Alteingesessene.
Ein proaktives Quartiersmanagement kann das Zusammenleben vor Ort positiv mitgestalten. Ein Bürgerhaushalt sowie Mittel für eigene Projekte steigern Identifikation und Lebensqualität in den Quartieren.

Geflüchtete in Sammelunterkünften sind leider fast alle im Stadtosten. Bei "gemischten Strukturen" gehört für mich dazu, dass z.B. auch Kinder mit Deutsch als Zweitsprache auf alle Regensburger Schulen verteilt sind. Alle sollten entsprechend Unterstützung im Erwerb der deutschen Sprache erhalten und nicht geballt in einem Stadtteil leben müssen.

An ausgewählten Stellen und mit ausreichendem Abstand zur Altstadt können anspruchsvoll gestaltete und gut platzierte Hochhäuser Stadtviertel durchaus architektonisch aufwerten. Zum Beispiel, wie schon einmal diskutiert, an der Osttangente, einer sonst eher unwirtlichen Gegend.

Ein Kunst- und Kulturquartier ohne einen Konzertsaal ist Blabla.

Den Kommentar verstehe ich nicht:
Im Kapitel "Städtebau + Quartiere" ist ein Konzertsaal doch ausdrücklich als Bestandteil eines künftigen Kunst- und Kulturquartiers genannt:
"...... das Haus der Bayerischen Geschichte, die Galerie Leerer Beutel, das Marinaforum, ein neuer Konzertsaal, ein Museum für zeitgenössische Kunst und ein Kultur- und Kreativzentrum im ehemaligen Stadtlagerhaus im Westhafen könnten langfristig ein Kunst- und Kulturquartier zwischen östlicher Altstadt und Hafen bilden ........"

Moderationskommentar

Hallo Gast,
vielen Dank für Ihren Beitrag. Da es eine Nachfrage zu Ihrem Kommentar gegeben hat, würden wir uns freuen, wenn Sie Ihren Beitrag noch etwas ausführlicher formulieren. Möchten Sie an dieser Stelle darauf hinweisen, dass es bereits ein Kunst- und Kulturquartier gibt? Was wünschen Sie sich für das Blabla? Wir freuen uns auf Ihre Antwort.
Viele Grüße
Moderation JFu

Bei neuen Wohngebieten (aber auch bei Verdichtungen) sollte immer auch deren Energieeffizienz mitberücksichtigt werden: Eine Bauweise, bei der im Sommer nicht zusätzlich gekühlt und im Winter nicht wahnsinnig viel geheizt werden muss. Verwendung nachhaltiger Baumaterialien (dazu gehört auch, dass nicht innerhalb eines Jahres gleich wieder alles kaputtgeht, wie in vielen Neubauvierteln der Fall) und dezentrale Energiegewinnung (z.B. Solarzellen auf dem Dach). Und mit guter Anbindung an den ÖPNV, sowie mit Car- u. Lastenbikesharing vor der Tür und ausreichend Platz für Fahrräder.
Kann die Stadt die Ausschreibung und Vergabe von Aufträgen nicht auch an solchen Kriterien mit ausrichten?
Ich fände auch mehr Kreativität beim Wohnungsbau schön. Nicht immer dieselben schnell hochgezogenen, rechteckigen Wohnblöcke. Wieso nicht mal ein Dachgarten auf dem Dach? Auf den anderen Dächern Solarzellen zur Energiegewinnung. Und zu jedem Wohnviertel ausreichend öffentlicher Raum, in dem sich Kinder, Jugendliche aber auch alle anderen gerne aufhalten und ihre Zeit verbringen.

Bei der Reform der Grundsteuer hat der Deutsche Bundestag das „Gesetz zur Änderung des Grundsteuergesetzes zur Mobilisierung von baureifen Grundstücken für die Bebauung“ auf den Weg gebracht. Darin wird den Kommunen zur Baulandmobilisierung die Möglichkeit eröffnet, eine sogenannte Grundsteuer C für baureife, aber unbebaute Grundstücke zu erheben. Doch die Uneinigkeit in der Bayerischen Staatsregierung gefährdet das Projekt.
Im April 2018 hatte das Bundesverfassungsgericht eine gesetzliche Neuregelung der Grundsteuer bis Ende 2019 gefordert. Diese hatte die Große Koalition dann im Oktober auf den Weg gebracht. In diesem Rahmen wurde mit der Grundsteuer C ein Instrument geschaffen, mit dem Städte und Gemeinden Bauland mobilisieren, Baulücken leichter schließen und Spekulation entgegenwirken können. Gemeinden sollen mit der Grundsteuer C für baureife unbebaute Grundstücke einen höheren Hebesatz festlegen können, wenn auf diesem keine Bebauung erfolgt. Diese Grundsteuer C schafft also finanzielle Anreize, auf baureifen Grundstücken tatsächlich auch Wohnraum zu schaffen.
Auch die kommunalen Spitzenverbände haben sich für die Einführung der Grundsteuer C ausgesprochen. Der Städtetags-Vorsitzende Markus Pannermayr bezeichnete zuletzt die Grundsteuer C als unverzichtbares Instrument, um Flächen für den Wohnungsbau zu mobilisieren. Die Kommunen sollen jedoch, wenn man Äußerungen aus der Bayerischen Staatsregierung folgt, offensichtlich bevormundet und ihnen die Entscheidung über die Anwendung des wichtigen Steuerungselements einer Grundsteuer C erst gar nicht ermöglicht werden. Die Bayerische Staatsregierung ist nun gefordert, sich klar zur Grundsteuer C zu bekennen und den Kommunen die Möglichkeit zu eröffnen, die dringend benötigte innerörtliche Baulandmobilisierung voranzubringen. Eine solche innerstädtische Mobilisierung von Bauland dient auch dazu, sparsam mit Grund und Boden umzugehen und „Flächenfraß“ zu vermeiden.

Die Grünflächen in der Stadt Regensburg sollen allen Regensburger*innen unbegrenzt zur vefügung stehen. Daher sollten kein Betretungsverbote auf den Grünflächen Anwendung finden. Um die Grünflächen so attraktiv für Mensch und Umwelt zu gestalten, sollte die Müllbewirtschaftung und Mülltrennung verbessert werden. Hierbei könnte auch ein Merhwegpfandsystem helfen. Die Flächen brauchen außerdem mehr kostenlose Sanitäranlagen um die allgemeine Hygiene in den Anlgen zu verbessern. Darüber hinaus könnte man, in Zusammenarbeit mit der lokalen Gastronomie eine Bewirtschaftungskonzept für einige Grünanlgaen erarbeiten. Mehr Sozialarbeiter*innen könnten helfen die Lärmpegel und Auschrreitungen zu reduzieren bzw. zu vermeidne.

Ein individuellere Architektur wäre wünschenswert, ebenso ausreichende Grünfläche.

Regensburg ist zu sehr fixiert und zentralisiert auf die Altstadt, das goldene Kalb.
Dort findet das gewünschte "Leben in der Stadt" statt.
Regensburg hat 18 Stadtteile meist ohne eine wirkliche Mitte und eine lebendige Entwicklungsmöglichkeit.
Es braucht den Ansatz, wie werte ich die bestehenden Stadteile im sozialen, ökonomischen kulturellen und ökologischen Bereichen auf.
Durch Schaffung von Räumen für diese Bereiche.
Ankauf von Gebäuden und Grundstücke durch die Stadt
Umgstaltung und Aufwertung von vorhandnen Straßen, Plätzen, Parks Indusriebrachen etc.
Durch Rückbau von vierspurigen und überbreiten Straßen aus vergilbter Planung der 70 er Jahre.
Durch Engagement von interessierten Bürgern, Koordinierungs- und Kommmunikations-stellen in den Stadteilen zur Verbesserung der Lebensqualität.
Rein in die Stadtteile und raus aus der Altstadt !1

Wie andernorts gibt es auch in Regensburg versiegelte Flächen, die nur unzureichend genutzt sind. Zum Beispiel vor Supermärkten, an der Uniklinik, der Fußballarena und der Donauarena. Solche Flächen sollten nur dann genehmigt werden, wenn sie mehrstöckig mit Wohn- und Gewerbebauten überbaut werden. Das kann man übrigens auch noch nachträglich machen. Genausowenig sind eingeschossige Super- und Baumärkte akzeptabel. Auch hier ist eine mehrgeschossige Überbauung zu fordern.

In Zukunft sollen auch wieder Baugenehmigungen für Privatleute erteilt werden, die ein Einfamilienhaus auf eigenem Grund und Boden bauen wollen. Junge Familien haben keinerlei Chance in ihrer Heimat Regensburg zu bleiben, wenn Baugenehmigungen für offensichtliche Baulücken verweigert werden und überhaupt keine Baugrundstücke mehr ausgewiesen werden. Was soll aus Regensburg werden, wenn der gesamte Mittelstand wegziehen muss, weil die Stadt nur noch vollkommen überteuerte und gesichtslose Neubau-Stadtquartiere genehmigt, die man sich nicht mehr leisten kann, nur damit Bauträger und Immobilienfirmen sich eine goldene Nase verdienen...

Im Inneren Westen der Stadt ist festzustellen, dass die früher großzügigen Grund-stücksflächen mit Einzelhausbebauung und großen Grünflächen (Hausgarten mit Bäumen und Tieren) durch die verdichtende Bebauung immer mehr zu fast 100% baulich ausgenutzt werden. Im Kellergeschoss ein Tiefgarage, darüber in mehreren Stockwerken die teuren exklusiven Eigentumswohnungen mit maximalem Gewinn für den Investor. Die für ihn unrentierlichen Freiflächen beschränken sich auf „handtuchgroße“ Restflächen, die kaum bepflanzt werden können und wo sich mit der Zeit Outdoorinventar ansammelt. Diese Art von Einheitsgrün wie die renditemaximierte Verdichtung kann man sicherlich nicht als menschengerecht und naturgerecht be-zeichnen. Wie Corona jetzt zeigt, sehnen sich die Menschen nach Flächen zum At-men und für Aktivitäten im Umkreis ihrer Wohnung, die ihrer mentalen und psychi-schen Gesundheit dient.
Weiterhin ein trauriges Beispiel einer Vernichtung von Freiflächen ist in Regensburg die verdichtete Bebauung rund um das Antoniushaus. Die früher weitgehend großzü-gige Freifläche, wo sich die Menschen trafen und feierten, rund um die dominierende Pfarrkirche St. Anton und das frei stehende denkmalgeschützte Antoniushaus wurde jetzt mit der neuen verdichteten Wohnbebauung maximal eingebaut. Die beiden Ge-bäude verloren so ihre anziehende städtebauliche Dominate im Stadtosten, die durch die großzügige Freifläche rund um die Kirche früher Mittelpunkt des Stadtviertels war. Durch die stetige Verdichtung rund um die Kirche wurde der Bewegungsspiel-raum für Menschen, die sich dort treffen konnten, weiter eingeengt. Der Stadtraum verlor seine Attraktivität. Ein Beispiel, dass die renditemaximierte Verdichtung nicht nur Freiraum sondern auch soziale Strukturen zerstört. Wo bleiben die wichtigen“ Atmungsflächen” für die Menschen, die in Regensburg wohnen und sich dort bewe-gen? Ganz abgesehen davon, dass durch die Verdichtung immer mehr Flächenversiegelung stattfindet. Hier besteht ein Widerspruch, der im Entwurf des Regensburg-Plans 2040 nicht ausreichend behandelt wurde.
Zusammenfassend:
Es besteht die Gefahr, dass beim Thema Nachverdichtung und dem enormen Bedarf an neuen baulich-technischen Infrastrukturflächen die Ökosystemleistungen wie städtische Erholung, Luftfilterwirkung, Klimaausgleich, Biodiversität und Artenvielfalt nur unzureichend berücksichtigt werden. Es darf nicht sein, dass einseitig nur die Wertschöpfung im Immobilienbereich zählt und die volkswirtschaftlichen Kosten, die mit dem Verlust von Stadtnatur einhergehen, außen vor bleiben. Es kann nicht das Motto gelten: Der eine (i.d.R. die Kommune) zahlt die Kosten für die Nachteile, und der andere (i.d.R.) zählt die Rendite für seine Vorteile.
Die aktuelle Coronakrise dürfte uns hoffentlich vor Augen geführt haben, wie wichtig Natur, Garten und Grünanlagen für die Gesellschaft sind. Vielleicht werden wir begreifen, wieviel Natur wir uns in Zukunft leisten müssen, um zu überleben. Die phantasielose renditemaximierte Einheitscomputerarchitektur in Regenburg ist in dieser Hinsicht mehr als lebensfeindlich.

in der langfristigen Stadtbauplanung, müssen vor allem die benötigten Infrastrukturen mit eingeplant werden.

Folge der unzureichenden Langfristplanung: Mangel an Kitas und Kindergärten im Stadtosten (Schwabelweis).

Die Verkehrssituation ist unbefriedigend!

Der Durchgangsverkehr durch Pendler und Schwerlastverkehr an der Donaustauferstr. führt direkt durch den Ortsteil Schwabelweis. Dies belastet den dadurch geteilten Ortsteil erheblich. Übergänge zu Schule, Kindergarten und Kitas sind nur durch Überquerung der Donaustaufer Straße möglich. Die Übergänge behindern den Verkehr zusätzlich und sind für jüngere Kinder alleine nicht zu bewältigen und stellen eine Lebensgefahr dar.

In der Rush Hour gibt es trotz Erneuerung der Straßenführung regelmäßige Rückstaus bis zurück auf die Osttangente.

Der untragbare Verkehrszustand in Schwabelweis hätte schon längst verbessert werden können, wenn gleichzeitig mit dem Wohngebiet Schwabelweis Nord die geplante Nordumgehung realisiert worden wäre. Planungen mit einem entsprechenden optimalen Lärmschutz lagen bereits vor. Hier zeigt sich wieder, dass die Neuordnung der Verkehrsinfrastruktur Voraussetzung dafür ist, dass man im Gegensatz zu heute eine Verkehrsberuhigung in Schwabelweis erreicht hätte mit Verbesserung insgesamt der städtebaulichen Infrastruktur für die Bewohner.
Es gibt für die Verkehrsberuhigung von Schwabelweis und auch für Tegernheim von mir einen Vorschlag für einen Brückenschlag über die Donau östlich von Tegernheim hinüber zum Osthafen zur Osthafenstraße und weiter über die geplante Hafenspange zur Autoban A3. Man muss nur den Mut finden und trauen, diesen trotz möglicher Nachteile wenigstens zu prüfen. Doch diesen Mut gibt es weder in der Politik noch in der Verwaltung nicht mehr, weil die verkehrsideologische Antihaltung dort generell gegen sinnvolle Verkehrsplanungen Konjunktur hat. Man setzt bei der Verkehrswende einseitig auf den Fussgänger- und Radverkehr und ÖPNV, und bedenkt nicht, dass die Pendler aus dem Vorwald auf das Auto angewiesen sind. So wird keine Verbesserung für Schwabelweis eintreten.

Ich wünsche mir bei kulturellen Bauten und auch beim privaten und öffentlichen Wohnungsbau mehr Mut zu Kreativität, Farbe, neuen Formen. Begrünung von Wänden und Dächern (genüseanbau, Bienenzucht...), mehr gemeinsame Treffpunkte in Siedlungen (nicht nur Nahversorgungszentren) - alles, was man in anderen Städten sieht und bewundert. Hier bei uns werden die immer gleichen Siedlungen gebaut - vom Westen (Dörnbergs) bis zum Osten (Candis). So schade für diese schöne Stadt)

Im Regionalplan und auch schon im R Plan 2005 ist das Gebiet zwischen Klinikum und Burgweinting als Wachstumsbereich für die Stadt beschrieben. Etwas verklausuliert steht’s ja im R Plan2040 auch drin.Wenn man das Thema flächensparendes Bauen und multifunktionale Quartiere ernst nimmt dann wird das ein harter Brocken, denn dort herscht derzeit Landwirschaft und teilweise dörfl Struktur vor. Interessenskonflikte vorprogrammiert. JETZT ran an das Thema. Nicht irgendwann nach Leopold kaserne und bahnhofsvorplatz und Stadtbahn und und und. Hier den Planungs -und Beteiligungsprozess Starten. Ein städtebauliches Entwicklungsmassnahme wie in den 80ern für Burgweinting aufsetzten.

Man sollte alle Steuerungselemente nutzen, dass es auch tatsächlich möglich ist "die Siedlungsentwicklung ... möglichst flächensparend erfolgen" zu lassen. Schließlich ist die Fläche Regensburgs durch die Stadtgrenzen klar begrenzt. Und die Grenzen des Wachstums in der Welt sind gegeben durch die Tatsache, dass die Erde eine Kugel ist.
Am Besten wäre es, wenn wir es schaffen, gar keinen Flächenverbrauch mehr zu haben. Dass dies nicht von heute auf morgen zu realisieren ist kann ich mir denken. Aber wir betrachten hier ja den Zeitraum bis 2040. Die Stadt sollte in dieser Zeit zu einem Nullwachstum bei Flächen- und Ressourcenverbrauch kommen und statt dessen auf qualitatives Wachstum setzen, also so etwas wie das Etablieren einer echt nachhaltigen Kreislaufwirtschaft.