Vorheriger Vorschlag

Kultur

Die Kultur- und Kreativwirtschaft gewinnt zunehmend an Bedeutung. Eine stetige Aufgabe ist es, das kulturelle Erbe der Stadt mit neuen und modernen Entwicklungen in Einklang zu bringen. Hierfür werden Flächen und Räume benötigt.

weiterlesen
Nächster Vorschlag

Energie & Klima

Die fortschreitende Erderwärmung, die vor allem durch die Verbrennung fossiler Energieträger verursacht wird, hat extreme Wettererscheinungen zur Folge.

weiterlesen

Ökologie

Naherholung Regensburg

Durch eine hohe Bautätigkeit werden Grünflächen, die als Raum für die Naherholung und zum Schutz der Artenvielfalt dienen, knapper. Die Belange der Artenvielfalt und ausreichende Freiflächen müssen in der Planung stärker berücksichtigt werden.

Bis zum Jahr 2040 setzt sich Regensburg folgende Ziele:

  • Ökologisch wertvolle Flächen werden erhalten.
  • Die ökologische Landwirtschaft soll gefördert werden.
  • Der Boden-, Gewässer- und Grundwassersschutz wird in Zukunft mehr im Fokus stehen.
  • Die städtische Baumschutzverordnung wird aktualisiert.
  • Es wird ein Ausgleichsflächenkonto aufgebaut.
  • Die Freifläche von 20 m² pro Einwohner im Stadtgebiet muss erhalten bleiben.
  • Das öffentliche Abfallsystem muss vereinheitlicht und zentral gelenkt werden.
  • Es sollen ein zweiter Grüngürtel im Stadtsüden (grüner Burgunderring) und eine öffentliche Parkanlage auf dem Gelände des Pürkelguts angelegt werden.

Kommentare

Die Maximilianstraße hat keine Aufenthaltsqualität. Hier wurde vor Jahren viel versäumt und falsch angepackt. Jetzt heißt es in den sauren Apfel beißen, die Straßen aufreißen, die Kabel anders verlegen und dadurch die Möglichkeit schaffen, hier eine lauschige großstädtische Flaniermeile mit Alleebäumen links und rechts zu schaffen. Dann werden die Leute auch wieder gerne in der Altstadt shoppen gehen, denn sowas kann kein Einkaufszentrum bieten. Zudem ist es gut fürs Mikroklima und das Ökosystem! Insgesamt sollten die ersten kleineren Bemühung, die Altstadt grüner zu gestalten, intensiviert werden. Die wenigen Bäume sind nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Grüne statt Steinerne Stadt.

Man soll nicht vergessen, die Regensburger Altstadt ist Weltkulturerbe . Die Struktur der Stadt ist mittelalterlich und kein Outletcenter mit kitschjg vorgehängten Fassaden .
Ein markanter großer Baum an einem markanten Platz ja - aber was sollen, Bäume, (Mehrzahl !), Sträucher und Blumenkästen mit südländischen Gewächs in der Altstadt? (nochmals Regensburg ist eine mittelalterlichen Altstadt im mitterlen Europa) .
Ständig fließende Brunnen mit Trinkwasser gehen ab, ein Bachlauf (Bachgasse) wäre gut und bringt im Sommer kühle aber Bäume? wie in einem Park - das geht nicht!.

Es reicht nicht nur öffentliche GF und Ausgleichsflächen zu schaffen. Man müsste viel mehr verlangen, dass nicht nur langweiliger und wenig wertvoller pflegeleichter Rasen im Geschoßwohnungsbau ist. Eine ökologisch hochwertige Gestaltung der privaten Freiflächen würde auch die Aufenthaltsqualität und die Kinderfreundlichkeit im direkten Wohnumfeld aufwerten. Mit Raumstrukturierung z.B. durch mehr Büsche, Bäume, Blumen etc. Und Kinder bekämen mehr Gespür für den Wert von Natur, wenn sie mehr mit Büschen, Bäumen, Blumen etc. spielen könnten. Es braucht mehr natürliche Spielbereiche im öffentlichen und im privaten Bereich, mehr Flächen zum Garteln für Bewohner... Lieber mehr Geschosse bauen und dafür mal eine Fläche frei lassen für mehr Grün. Also HOCHWERTIG viel höher bauen, wie eben in einer Großstadt. Von mir aus auch mit Pool und Grün auf dem Dach und grünen Fasaden. Aber dann dafür ein Haus weniger und dazwischen großzügige attraktive und ökologisch hochwertigere Freiflächen

Solange im Donautal ein Golfplatz .. Wichtiger ist als eine voll-Ökologischer Solarpark, redet man an der Sache vorbei ..

Gratis zu haben: Ökologie vor der Haustür. Wir könnten z. B. Wiesen statt Rasen anlegen, die Parks in der Stadt nicht mehr mit schweren Kraftfahrzeugen befahren, nur um Laub weg zu bringen. Laub nur wenn nötig mit Besen statt den furchtbaren Laubbläsern von den Wegen entfernen. Ansonsten einfach mal stehen lassen. Sträucher und Gräser nicht regelmäßig trimmen. Die Vögel, Igel, usw.. würde es freuen und uns Menschen damit auch. Für Kinder sind trockenes Laub, Kastanien, Eicheln wunderbares Spielzeug. Parks müssen nicht öde und steril sein. Natur ist kein Schmutz, der beseitigt werden muss. Die heutigen Konzepte und der Wunsch, die Natur zu zähmen stammen aus Zeiten, in denen ausserhalb der Stadt nur Natur zu finden war. Dies ist schon lange nicht mehr der Fall. Die Stadtparks und Gärten sind manchmal der einzige Zufluchtsort für manche Tiere. Gönnen wir es ihnen und freuen uns über Artenvielfalt vor der Haustür. Es kostet uns nichts.

Der Alleengürtel ist schön und wichtig, umso grauer ist leider die Regensburger Altstadt. Der Fokus sollte auf eine Begrünung und weitere Verkehrsberuhigung der Altstadt gelegt werden, allen voran die Maximilianstraße, die dringend umgestaltet werden sollte. Als Verbindung von Bahnhof und Altstadt sollte sie Aushängeschild und nicht Abschreckung sein.

Es ist ein Unding, wie in den Neubaugebieten, etwa im Dörnbergpark, Flächen zubetoniert und in Plattenseen und Steinwüsten verwandelt werden. In anderen Städten (Erlangen) gibt es bereits Verordnungen, die das verbieten. Ich wünsche mir so eine Verordnung für Regensburg!

Sehr guter Kommentar. Die Steinvorgärten gehören verboten . Sie sind eine ökologische Katastrophe. Es gibt genügend pflegeleichte Alternativen.
In den Privatgärten und Vorgärten wäre es wünschenswert, wenn die Insekten Nahrung eroielten.

Ich finde die hier beschriebenen Maßnahmen überwiegend gut. Allerdings sollte hier ausschließlich Förderung zum Einsatz kommen und keine Verbote, insbesondere beim Thema Landwirtschaft.

Das Bewahren wie oben zu lesen ist keine gute Idee! WIr ballen und verdichten uns, der Bedarf an ökologischen Flächen steigt also, bewahren alleine reicht keinesfalls ! Auch Ausgleichsflächen ausserhalb des Stadtgebietes schaffen dem Regensburger Bürger kein neues Grün, auch wenn ein Ökokonto solches erlaubt. Die Bürger haben ein Recht auf ein (über)lebenswertes Regensburg und die Stadt eine Verpflichtung sich darum zu kümmern.

Immer mehr Straßenbeleuchtungslampen werden auf die neue LED-Technik umgestellt. Das ist gut, da sie viel weniger Strom verbrauchen als Glühbirnen. Allerdings haben die LEDs bei wenig Stromverbrauch eine sehr hohe Leuchtkraft. Unsere Straßen sind taghell und die Lichtverschmutzung extrem. Bitte verwenden Sie LEDs mit weniger Leuchtkraft. Dann wäre immer noch genug Beleuchtung vorhanden, so dass niemand Angst haben muss. Und wenn die Beleuchtungen auch noch dimmbare ist, dann wäre es noch besser. Weniger Dauerlicht ist für Menschen gesünder, aber auch für Pflanzen und Tiere. (Insekten fliegen um die hellen Lampen bis zur absoluten Erschöpfung; Vögeln fehlt dann die Nahrung.)

- öffentliche Abfallbehälter müssen Mülltrennung berücksichtigen
- Müllreduzierung / Müllvermeidung auf öffentlichen Flächen durch Einführung Mehrweg/Pfandsystem in Zusammenarbeit mit der Regensburger Gastronomie

Das Aufstellen von mehr Abfallbehälter kann nur ein Zwischenschritt sein, denn letzten Endes sollte das Ziel von uns allen sein, Müll zu vermeiden.

Viele deutsche und europäische Städte denken bereits um. Die klimatischen Veränderungen beeinflussen das Stadtklima und ihre Bewohnern im Besonderen.
Es muß ein Umdenken statt finden.

Es braucht und es gibt bereits innovative Ideen für intensive Begrünung von Gebäuden , Quartiere und Stadtteile. Schrebergärten auf Dächer, Gartenparzellen am Dach und in der Fläche im Quartier. Dachgärten auf bestehenden Parkhäuser, Schulen und Gewerbeflächen.

Konkrete Vorgaben für Dach und Fassadenbegrünung seitens der Stadtpolitik für Neubauten und Bestandsgebäude.
Es braucht Mut und politischen Willen und Einklang dies in kurzer Zeit anzupacken und umzusetzen.

Kompetente Fachleute und interessierte Bürger stehen in den Startlöchern !!

Mehr Grün in die Stadt. Zum Beispiel Umwandlung der überflüssigen Abbiegespur in der Furtmayrstraße in die Gemeinerstraße in einen Grünstreifen!

Auf der ganzen Welt haben in den Verdichtungsräumen die Uferzonen von Flüssen und Seen eine immer größer werdende Bedeutung für die Erholung, Kommunikation , sportl. Freizeitgestaltung usw. für die Bewohner. Dabei spielen die Wasserflächen in Verbindung mit den Uferbereichen eine herausragende Rolle für den Erlebniswert eines Erholungsgebietes. Man kann beobachten, dass diese Räume auch immer stärker von den Verwaltungen wahrgenommen werden und für die Bevölkerung zugänglich gestalten und ökologisch aufwerten.
Regensburg hat das Glück, lange Uferzonen zu haben. Es liegt am polit. Willen und einer dafür aufgeschlossenen Verwaltung diese für den Bürger zu erhalten, von schädlichen Einflüsse zu schützen und für einen ausgewogenen Ausgleich für die unterschiedlichen Nutzungsbedürfnisse - und wünsche der unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen zu sorgen. In vielen Bereichen haben wir in Regensburg schon gute bis sehr gute Ansätze - diese sind weiterzuentwickeln.
Problem: Die noch naturnahen und ökologische sehr wertvollen Biotope in Uferbereichen wie die "Schwimmbadanlage" auf der Jahninsel, die Inselspitzen vom Oberen- und Unteren Wöhrt; die rechten Uferzonen der kleinen Donau am Oberen Wöhrt , der Inselpark am Oberen Wöhrt, die Altwässer in Weichs und Schwabelweis usw. müssen besonders geschützt werden eventl. auch mit einem Begehungsverbot In den Sommermonaten. Es muss ein fester Stamm von Aufsichtspersonen (zumindest in den Sommermonaten mit ständiger Präsenz in diesen Räumen) zu jeder Tages und Nachtzeit das Gelände überwachen und Übertretungen der Parkordnung usw. konsequent sanktionieren.
Um eine Entspannung der sehr knappen Erholungsflächen im Stadtgebiet zu erreichen sollte unbedingt der schon lange geplante Römerpark zwischen Eisenbahnbrücke Mariaort und Westbad angelegt werden (mit Wasserläufen, großen Liegewiesen, usw.. (Vorbild könnte der Englische Park in München sein) - für den Stadtosten sollte das Gelände zwischen der Vilsstraße und dem Eisstadion (Hochwassergebiet) mittelfristig ein Erholungspark geschaffen werden.( Auch hier können problemlos Wasserflächen in Verbindung mit der Donau geschaffen werden) .

Böden sind die „lebende Haut“ unserer Erde. Durch Verwitterung im Laufe von Jahrtausenden entstanden, bilden sie eine unentbehrliche Lebensgrundlage für den Menschen und Lebensraum für Flora und Fauna, sind aber auch Ausgleichsmedium für Stoff- und Wasserkreisläufe.
Unsachgemäße Nutzung führt dazu, dass Böden ihre Funktion als Lebensraum und Ernährungsgrundlage zunehmend verlieren; sie degradieren oder werden zum Beispiel durch Erosion völlig vernichtet. Bodenversiegelung durch Siedlungs- und Straßenbau führt dazu, dass auch heute noch Böden in unverantwortlich hohem Ausmaß für andere Nutzungen unwiederbringlich verloren gehen. Unsere Verantwortung besteht darin, dafür Sorge zu tragen, dass auch in Zukunft gesunder Boden in ausreichendem Maße zur Verfügung steht.
Der Lössboden wurde vom Kuratorium „Boden des Jahres“ auf Vorschlag der BGR zum Boden des Jahres 2021 gekürt.Der Lössboden ist steinfrei und porenreich. Der Raum zwischen den Schluff-Partikeln ist gerade so groß, dass der Lössboden das Wasser für Pflanzen nutzbar speichert und gleichzeitig gut leitet. Wasser kann darin wie in einem Filterpapier aufsteigen, wenn die Pflanzen dem Boden Wasser entziehen und die durchwurzelte Zone trockener ist als die wurzelfreie darunter. So wird Trockenstress der Pflanzen vermindert und der Ertrag gesteigert. Die wasserbedürftigsten Kulturpflanzen, wie die Zuckerrübe, werden daher bevorzugt auf einem Lössboden angebaut.Der Lössboden speichert neben Wasser auch Nähr- und Schadstoffe. Diese können sich gut an der großen Oberfläche der feinen Bodenpartikel anlagern. Nährstoffe stehen so für Pflanzen zur Verfügung. Gleichzeitig können schädliche Stoffe vom Boden zurückgehalten werden, was zum Schutz unseres Grundwassers beiträgt.
Die hohe Ertragsfähigkeit ermöglichte die Versorgung vieler Menschen und trug so auch zur Entwicklung von Städten bei. Viele Städte liegen heute in oder in der Nähe von Lössregionen (z. B. Regensburg). Wann immer hier neu gebaut wird, geht wertvoller Boden verloren.
Die Löss-Böden im Stadtgebiet von Regensburg haben ein hohes Ackerbauliches Ertragspotential mit Werten von 54 (im Bereich zwischen Siemensstraße und Irl) bis 76,5 (im Bereich Burgweinting/Harting, sowie Grass, Leoprechting, Oberisling, Unterisling).
In Zeiten von Klimawandel und anderen Krisen, die das Risiko abreißender Lieferketten mit sich bringen, können diese Böden einen wichtigen Beitrag dazu leisten, eine stadtnahe Lebensmittelversorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Unsere Verantwortung deshalb besteht darin, dafür Sorge zu tragen, dass auch in Zukunft gesunder Boden in ausreichendem Maße zur Verfügung steht.

Regensburg, den 3. Januar 2021
Arbeitskreis Wirtschaft & Finanzen
BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN
KV Regensburg Stadt

Stadtentwicklungsplan 2040

Wie wünsche ich mir die die zukünftige Stadtentwicklung?

Ich möchte mich der Bürgerbefragung anschließen (Bürgerbefragung Abb. 12 S. 26)
Klima- und Umweltschutz: 4/5 !!! der repräsentativ für die Stadtgesellschaft Befragten wünschen sich ein sehr starkes bis starkes Engagement für Klima und Umweltschutz (Platz 1) und Grün- und Freiflächen (Platz 6).
Wirtschaftsförderung und Bereitstellung von Gewerbeflächen landen auf dem 22. bzw. 25. und letzten Platz der Wunschliste.
Die Analyse der ökologischen und klimatischen Ausgangssituation halte ich für aussagekräftig.
Die Ziele die aus dieser Analyse hervorgehen, gehen mir nicht weit genug und die Maßnahmen und Instrumente zur Umsetzung halte ich für zu schwach, wenn Klimaschutz und Klimaanpassung wie auf Seite 7 genannt in den kommenden Jahrzehnten zu den Topthemen gehören werden.

Daher möchte ich Folgendes anregen:

In meiner Stadt der Zukunft gibt es ….
a) … verbindliche Planungsinstrumente
Der Landschaftsplan von 1983, der schon veraltet war als ich vor 26 Jahren nach Regensburg gezogen bin soll endlich als vorbereitende Bauleitplanung mit Flächennutzungsplan zusammen aufgestellt und zu einem behördenverbindlichen Ende gebracht werden. Er ist längst überfällig. Der Stadtentwicklungsplan ist wieder nur ein unverbindliches Instrument und darf kein Anlass sein, die Bauleitplanung weiter aufzuschieben. Die Formulierung in der Einleitung der SEP sei idealerweise die Basis für den FNP lässt dies vermuten.
b) … ein Netz an Grünflächen.
Wenn ich es richtig verstanden habe, soll die Entwicklungsfigur aus dem SEP von 2005 beibehalten werden. Das heißt die einzige große Grünachse sind die Flüsse Donau und Regen. In meiner Stadt der Zukunft gibt es anstelle von konzentrierten Entwicklungsschwerpunkten den Netzgedanken. Alle Grünräume müssen auf möglichst kurzem Weg vernetzt werden. Ohne Netzgedanken bleiben Stadtteile unterversorgt mit Grünflächen und vorhandene Grünflächen isoliert und nicht angebunden. Als Beispiel für den Netzgedanken sei das Biotopverbundkonzept der Stadt Basel genannt, das alle Grünflächen einbezieht (auch Parks werden hier unter dem Begriff Biotop erfasst).
c) … die erforderlichen Ersatzlebensräume (Ökokonto) werden im Sinne des Netzgedankens an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet verteilt angelegt. Dazu sind auch neu Grünflächen zu generieren und nicht nur bestehende zu erhalten.

d) … wird das Gewässerentwicklungskonzept für das Aubachsystem (außerhalb des bereits angelegten Parks) im Stadtosten und Stadtsüden in konkrete Maßnahmen überführt und großflächig Retentionsflächen angelegt sowie der Aubachpark verlängert Richtung Graß / Leoprechting.
e) … wird die Ökomodellregion Regensburg mit Leben gefüllt indem die Umstellung der Landwirtschaft aktiv beworben wird. Geeignete Flächen gibt es im Anschluss an alle Gewässer u.a. bei den Gewässern im Stadtsüden / Stadtosten zwischen Leoprechting und Graß. Die Flächen können multicodiert auch als Ausgleichsflächen für das Ökokonto herangezogen werden. Und eine Umstellung der Landwirtschaft in diesen Bereichen dient dem Gewässerschutz und den Zielen der Wasserrahmenrichtlinie, die ja verbindlich einzuhalten sind.

f) … wird die Grünachse Burgunderring, von Westen über den Süden bis zur Donau im Norden, fortgeführt, sowie an den zukünftigen zu schaffenden Park Pürkelgut angebunden.

g) … gibt es am ehemaligen Ostbahnhof keinen Güterumschlagplatz, Containerbahnhof als Industriegebiet direkt neben dem geplanten Park am Pürkelgut. Die Lärmentwicklung eines Industriegebietes ist mit einer Parkanlage für die Erholung m.E. nach nicht vereinbar. Stattdessen sollte wie im SEP genannt über eine Kooperation mit den Umlandgemeinden nachgedacht werden.

h) … lebendige Stadtteile die in sich wie eine Kleinstadt funktionieren. In jedem Stadtteil wird ein Stadtteilzentrum eingerichtet. Dies beginnt mit einer Keimzelle, einem zentralen Platz mit baumbestandenen Grünflächen, Brunnen mit Trinkwasser als sozialer Treffpunkt und der Möglichkeit einen Wochenmarkt abzuhalten und Gemüse aus der Region zu kaufen, möglichst in der Nähe vorhandener Einkaufsmöglichkeiten. Als Leitbild mag Kumpfmühl dienen, dass historisch gewachsen im Moment eine Ausnahmeerscheinung ist. Kristallisationspunkte für eine Stadtteilentwicklung wären z.B. das REZ oder das BUZ, jedoch fehlt dort die Aufenthaltsqualität als Treffpunkt. Neue Quartiere wie die Bebauung am Brandlberg, die als einziges Zentrum einen Discounter mit Parkplatz an einer Straßenkreuzung hat, sind verpasste Chancen einem Stadtquartier etwas identitätsstiftendes mitzugeben. Die wachsende Stadt muss den Sprung über die Innenstadt als einziges Zentrum schaffen.

i) … kein neues Flachdach ohne Dachbegrünung, also verbindliche Regelungen zur Dach- und Fassadenbegrünung bei Bauanträgen. Die gültige Freiflächengestaltungssatzung legt für Bauanträge die Dachbegrünung nicht verbindlich fest. Sie ist für den Bauantragsteller lediglich eine Option im Tausch gegen eine evtl. erforderliche Ersatzpflanzung von Bäumen. Die Dachbegrünung ist ein wichtiges Instrument in der Städteplanung für Klimaschutz, Überflutungsvorsorge, Temperaturausgleich, Schutz gegen Überwärmung, Wasserspeicher, Bindung von Luftschadstoffen, Schallschutz und ökologischer Ausgleich und Ersatzlebensraum v.a. für Insekten.

Dachbegrünung lässt sich übrigens hervorragend mit PV kombinieren s. Entsorgungszentrum der Universität Regensburg.

Die Dachbegrünung nur bei neuen Bauanträgen oder den noch wenigen zu erwartenden B-Plänen zu fordern wird nicht ausreichend sein für die Erreichung der erklärten Ziele des Stadtentwicklungsplanes.

Daher gibt es in meiner Stadt der Zukunft…
j) … verbindliche Regelung zur Dach- und Fassadenbegrünung nicht nur in neuen Bauleitplänen, sondern im Rahmen der juristischen Möglichkeiten Tektierung geltender Bauleitpläne. Es ist zu überprüfen wie es rechtlich ermöglicht wird, nicht mehr zeitgemäße Regelungen älterer Bebauungspläne neu zu regeln, damit die Zielvorgaben aus dem Stadtentwicklungsplan 2040 umgesetzt werden können, ohne die wiederum das Pariser Klimaabkommen nicht einzuhalten ist.
Die Dachbegrünung großer Dachflächen ist ein wesentlicher Faktor beim Klimaschutz! Negativbeispiel Stadtosten: Bebauungsplan Nr. 252: GE und GI Burgweinting OST: es entstehen in den nächsten Jahren auf bislang unbebauten Flächen noch nahezu 50.000 m² = 5 ha Flachdächer – alle ohne festgesetzte Dachbegrünung! im Rahmen eines alten Bebauungsplanes

k) … wird ein Trennkanalsystem eingeführt, um die Ableitung von unbelastetem Niederschlagswasser getrennt vom Schmutzwasser zu ermöglichen, mit Zwischenspeicherung zur Bewässerung oder Verregnung an heißen Tagen. Welchen Sinn macht es, Bauwerber auf dem Privat - Grundstück im Rahmen des Bauantrages und Entwässerungsantrages zu zwingen Niederschlagswasser und Schmutzwasser getrennt zu führen, wenn am Übergabeschacht alles in den gleichen Mischkanal und zwangsläufig zur Kläranlage geleitet wird? Auch die Stadt soll neue Kanäle im Trennsystem aufbauen, um später tatsächlich ein gezieltes Regenwassermanagement betreiben zu können und um die Kläranlage zu entlasten.

l) … wird die Stadt zur sponge city, zur Schwammstadt: Dachbegrünung, Rückhalt, Speicherung, Versickerung, Regenwassermanagement, Entsiegelung. Im Stadtentwicklungsplan werden die großen Herausforderungen von Überflutung, Niedrigwasser der Donau, Überhitzung der Stadt, Notwendigkeit aufwändiger Bewässerung der städtischen Grünflächen, Grünfbruch uns sonstige Schäden beim Bäumen usw... zwar genannt, aber mir fehlt die Vision und die Antwort darauf wie das Problem nachhaltig gelöst werden soll. Ohne aktive Vorsorge wird sich die sommerliche Trockenheit im Wechsel mit Überflutungen aus Starkregenereignissen nicht steuern lassen.

m) … wird die Nachverdichtung auf bereits vorhandene versiegelte Flächen konzentriert. Parkplätze werden überbaut. Beispiel Parkplatz Hornstraße Edeka. Hier könnten Wohnungen entstehen. Auf Eigentümer großer Flächen, die lediglich eingeschossig bebaut oder als Stellflächen versiegelt sind, soll aktiv zugegangen werden und eine Nachverdichtung angeboten werden.

n) … keine oder nur behutsame Nachverdichtung in Gebieten mit zusammenhängender Grünstruktur und alten Gärten wie in Prüfening oder Kumpfmühl. Wenn es - wie unter 17.2 Ziele und Maßnahmen für Ökologie geschildert - „finanzielle Anreize […]“ geben soll um Gärten „zusammengefasst mit den Nachbarflächen öffentlich zugänglich“ zu machen […] „oder als Arten- bzw. Naturschutzflächen“ zu nutzen, „um den Erhalt von Grünflächen im Innenbereich zu stärken“ darf dies nicht ad absurdum geführt werden durch eine Baugenehmigungspraxis, die bei Nachverdichtung oft zum Totalverlust von eingewachsenen großen Gärten führt.

o) … wird die Baumschutzverordnung erweitert auf Obstbäume und der zum Schutz erforderliche Stammumfang für alle Bäume wieder auf > 80 cm heruntergesetzt. Es ist ohnehin schwierig genug Bäume in der Stadt Bäume überhaupt bis zu diesem Durchmesser groß zu ziehen. Ein 80 jähriger Birnbaum der diesen Stammumfang erreicht hat ist nicht weniger erhaltenswert wie ein mehrstämmiger Holunder, dessen stärksten beiden Stämme zusammen mit > 80 cm in die BSchVO münden.

p) … wird die BaumSchVO wieder erweitert auf alle Grundstücksgrößen. Derzeit ist geregelt dass Grundstücke kleiner 300 m² nicht der BaumschVO unterliegen, d.h. dass vorhandener schützenswerter Baumbestand ohne Genehmigung gerodet werden kann. Das führt bei großen Grundstücken dazu dass Investoren die Grundstücke notariell in Parzellen kleiner 300 m² teilen und so jeder Ersatzpflanzung entgehen.

q) … werden Straßen mit Bäumen begrünt. Breite Straßen wie die großen Ausfallstraßen Prüfeninger Straße wären mit Umbau der Mobilität zu weniger MIV im Querschnitt soweit rückzubauen, dass mindestens ansatzweise wieder der Eindruck einer Allee mit Beschattung der versiegelten Flächen entsteht. Bei schmalen Straßen, deren Querschnitt keine Bepflanzung im öffentlichen Grund zulässt sollen verbindlich Baumpflanzungen in den Vorgärten festgelegt werden. Durch zunehmende Verdichtung und breiten Verkehrsachsen sind die öffentlichen Räume verloren gegangen. Straßen sind an sich ihrem Wesen nach etwas Verbindendes. Die an Individuen wachsende Stadtgesellschaft braucht bei immer kleiner werdenden Wohnungen oft ohne Balkon mit flächenmäßig nach unten optimierten Grünflächen mehr Aufenthaltsqualität in öffentlichen Räumen – auch an Straßen. Die Maßnahmen auf Privatgrund sind aktiv zu bewerben und ggf. öffentlich zu finanzieren – so wie aus dem Fond der Ersatzzahlungen für nicht geleistete Baumpflanzungen Gründächer bezuschusst werden.

Im Stadtentwicklungsplan wird zutreffend auf die großen Herausforderungen und Schwierigkeiten hingewiesen, die Stadt fit für den Klimawandel zu machen.
Das kann m.E. nach aber nur bedeuten, dass sich die Maßnahmen auch auf die Bestandsbebauung erstrecken müssen – auch wenn das juristisch schwierig und vielleicht undurchführbar erscheinen mag. Mehrfach wird jedoch geschildert, dass kaum noch Entwicklungsflächen für Bebauung zur Verfügung stehen. Wenn nun diese wenigen Entwicklungsflächen in Bauleitplänen unter ökologisch Gesichtspunkten geplant werden ist das gut und richtig, rettet aber die Stadt nicht vor den Konsequenzen des Klimawandels. Quartiere wie das Nibelungenareal oder die Prinz-Leopold-Kaserne sind gelungene Ansätze für eine ökologische Stadtentwicklung. Dass dies auch auf die Gesamtstadt abstrahlt und alle Anstrengungen unternommen werden Bestandsflächen step by step umzubauen, umzuwidmen, zu entsiegeln, zu begrünen, zu vernetzen, wünsche ich mir und unseren Kindern, die in dieser Stadt leben müssen mit dem was wir und unsere Vorgänger für gut und richtig hielten und was absehbar nicht zukunftsfähig ist.
Ruth Fehrmann
Landschaftsarchitektin