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Die fortschreitende Erderwärmung, die vor allem durch die Verbrennung fossiler Energieträger verursacht wird, hat extreme Wettererscheinungen zur Folge.

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Mobilität

Die steigenden Einwohner- und Arbeitsplatzzahlen führen zu einer zusätzlichen Belastung der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur. Deswegen brauchen wir ein zukunftsfähiges und tragfähiges Konzept für den gesamten Verkehr (Auto, ÖPNV, Rad- und Fußverkehr).

Bis zum Jahr 2040 setzt sich Regensburg folgende Ziele:

  • Der Anteil des Autoverkehrs muss in Zukunft zugunsten des Umweltverbundes (öffentlicher Verkehr, Radverkehr, Fußgänger) weiter spürbar reduziert werden.
  • Der Verkehr muss in Zukunft insgesamt umweltverträglicher werden. Dazu müssen für Autos und Busse verstärkt Antriebe ohne fossile Energieträger zum Einsatz kommen.
  • Das Schienennetz soll ausgebaut und um neue Haltepunkte ergänzt werden.
  • Planung und Bau für eine Stadtbahn werden konsequent vorangetrieben.
  • Sharing-Angebote werden ausgebaut.
  • Um die E-Mobilität zu fördern, wird eine flächendeckende Ladeinfrastruktur aufgebaut.
  • Für den Lieferverkehr insbesondere in das Stadtzentrum müssen neue, altstadtgerechte Formen der Belieferung gefunden werden. Rad- und Fußverkehr muss mit entsprechender Infrastruktur ausgebaut werden.
  • Die Verkehrssicherheit ist zu verbessern.
  • Unter dem Titel „Mobilität Raum Regensburg“ wird gemeinsam mit dem Freistaat Bayern und dem Landkreis Regensburg ein Mobilitätskonzept für die Region erarbeitet.

Kommentare

Um sinnvolle Mobilitätskonzepte zu erreichen ist die Zusammenarbeit mit den 10 größten Vermietern in Regensburg und dem Landkreis dringend notwendig. viele junge Familien ziehen wegen der hohen Wohnkosten in Regensburg aufs Land - für sie müssen entsprechende Mobilitätsangebote bereitgestellt werden.

Ich würde gerne anders, als mit dem Auto in die Stadt pendeln, aber der ÖPNV ist so schlecht, dass ich aus dem Landkreis 1. in völlig überfüllten Bussen wäre, 2. es zeitlich nicht schaffen würde, weil ich so viel länger bräuchte und damit es nicht schaffen würde Kinder und Berufstätigkeit zeitlich zu vereinbaren. Es braucht eine Stadtbahn oder U Bahn Anbindung von Wörth, Donaustauf, Tegernheim, Neutraubling...

Ich hatte - als mein Kind noch in der Stadt in der Betreuung war - jahrelang mit Kind dem Bus gependelt. Wurde regelmäßig angepöbelt, dass ich mit Kind in Kinderwagen in den überfüllten Bussen nichts zu suchen hätte. Habe oft in den Bus zu den Stoßzeiten mit Kinderwagen nicht mehr hineingepasst und musste dann lange auf den nächsten warten. Mein Kind pendelt mittlerweile mit dem Bus zum Gymnasium. Es kommt immer wieder vor, dass die Busse zu voll sind und die Kinder nicht mitgenommen werden nach Donaustauf. Busse ersetzen - vor allem bei langen Strecken - keine Bahn oder U-Bahn.

Es bringt nichts, zu versuchen nur in der Stadt mehr auf ÖPN Attraktivität zu setzen.
Ich und viele andere würden gerne ÖPNV nutzen, aber die Anbindung aus dem näheren LK ist zu schlecht. Es bräuchte dringend eine Straßenbahn und eigentlich auch eine schnelle U Bahn für eine gute Anbindung aus dem LK. Z.B. aus Tegernheim, Donaustauf, Bach, Wörth aber auch Neutraubling, Obertraubling, Barbing etc. Die Anbindungen sind zu schlecht. Wenn ich vor der Stoßzeit mit dem Auto fahre brauche ich 15 Minuten in die Altstadt. MIt dem Bus muss ich mindestens 30 fahren, 20 Minuten drauf warten und dann in Donaustauf noch recht weit zur Bushaltestelle laufen.
Ich pendle jeden Tag mit dem Auto in die Stadt. Würde gerne ÖPNV nutzen, aber: 1. Ist es zeitlich so viel aufwändiger, dass ich Kinder und Arbeit dann nicht vereinbaren könnte.
2. Sind die Busse zu voll
Ich war, als die Kinder noch klein waren und in der Stadt betreut wurden, Jahre lang mit Bus gependelt. Aber: Regelmäßig wurde ich angepöbelt, dass Mütter mit Kinderwagen zu Stoßzeiten nichts im Bus zu suchen hätten aus Platzproblemen und ich habe regelmäßig nicht in den Bus gepasst und musste nach langen Arbeitstagen mit müden Kind lange auf die nächsten Busse warten.

Aktuell plant die Stadtverwaltung neue Trassen für den Fahrradverkehr. Diese entstehen laut Planungen abseits von bestehenden (Pkw-)Straßen (u.a. Holzgartensteg). Dadurch wird noch mehr wertvolles Grün zubetoniert. Viel eher sollten bestehende Straßen dahingehend optimiert werden, dass der Fahrradverkehr dort sicher fließen kann. Zum Beispiel mit baulich getrennten Fahrradspuren und Geschwindigkeitslimit für Autos.

Ohne etwas zubetonieren zu müssen,würden Rad und Fussgängerbrücken an bestehenden Radwegen sehr sinnvoll die Stadtteile miteinander verbinden und die Autowege entlasten.

Wir brauchen keine Förderung für den Radfahrer

Es ist ja offensichtlich, dass es für Fußgänger und Radfahrer große Lücken im Verkehrsnetz gibt, die mit Brücken geschlossen werden müssen, um wirklich für einen großen Teil der Bevölkerung die "Stadt der kurzen Wege" erreichen zu können. Dafür können an anderer Stelle Flächen an völlig überdimensionierten Straßen rückgebaut und begrünt werden. Das geht es also nicht um ein beliebiges "Zubetonieren", sondern um die längst überfällige Optimierung des Verkehssystems, um den Bedürfnissen aller möglichst gut gerecht zu werden.

Regensburg braucht 2040 keine schienengebundene Stadtbahn.Diese Stadt mit ihrer Fahrzeug-und IT-Kompetenz sollte bis dahin die Alternative kleiner "Bürgerbusse" verwirklicht haben: Busse,mit Strom oder Wasserstoff angetrieben,auf eigener Spur mit Vorfahrt,autonom fahrend und zentral vernetzt,je nach Benutzeraufkommen in unterschiedlicher Taktdichte.
Anbindung an die vorhandenen Bahnhöfe,Großparkplätze und Busse in den Landkreis.

Bin ganz dieser Meinung. Kenne Nürnberg und Köln und finde diese Bahnen schrecklich, unflexibel und unnötig. Kleinere share-lösungen und e-busse werden durch die Finanzierung und die Baumassnahmen ausgebremst. Das sind vergeudete Chancen! Stellt euch vor, es gibt eine Stadtbahn, und keiner fährt mit! Lieber auf bessere Vernetzung und Taktung setzen, als auf 2-3 große Stränge. Bürger müssen kreuz und quer durch Regensburg. Gerne aber Zubringer aus den angrenzenden Gemeinden per Schiene an den jeweiligen Stadtrand, und dann gut weitervernetzen.

U-Bannetz, unterirdisches Autobahnkreuz mit unterirdischer Abfahrt und Auto-Parkdecks unter der Altstadt. Unterirdische Ladenstraße. 2. Unterirdische Autobahnverbindung verbindet Pentling und Lappersdorf und geht bis Regenstauf.
In das Straßennetz könnten Magnetschienen eingearbeitet sein, die Autos mit Hybrid- Benzin/ Diesel konsequent während der Fahrt laden, so dass die schädlichen und teils gefährlichen Akkus von E-Fahrzeugen nicht zwangsläufig benötigt würden.
Vielleicht auch unterirdischer Wohnraum?

Endlich eine wirklich zukunftssichere Idee! Ich denke, neben den unterirdischen Möglichkeiten sollte man auch die zu Wasser nicht außer acht lassen. Ein Siedlungsprojekt innerhalb der Donau (Hausboote oder auch Unterwasser-Wohncontainer), Anlege-/Einfahrtstellen für Amphibienfahrzeuge sowie Einstiege für Träger von e-motorisierten Taucheranzügen müssen frühzeitig geplant werden. Auch die Zuflüsse (Naab etc.) könnte man berücksichtigen?

Die ersten Drei Punkte der Zukunftsplanung sind reine Worthülsen.
"Autoverkehr muss reduziert werden"
"Verkehr muss Umweltverträglicher werden"
"Schienennetz soll ausgebaut werden"

Das ist in anderen Worten ein Verschieben auf später, ohne konkrete Aussage.
Alle Daten und alle Werte die für eine Entscheidung benötigt werden, sind bekannt. Seit Jahren. Doch es fehlt der Wille.
Das es noch eine Debatte über Parkplätze, Dritte Röhren oder zusätzliche Fahrspuren gibt, ist doch das deutliche Zeichen das in der Stadt auch weiterhin das "Gestern" regiert.

Die Stadt muss endlich anfangen Fahrspuren in reine Bussspuren umzuwandeln und Autospuren zu Radwegen zu machen. Natürlich führt das zu Staus. Aber nur durch Maßnahmen, wird ein umdenken anfangen und damit werden Aktive Anreize gesetzt.

Wenn die Regierung der Stadt nicht regiert, sondern auf Freiwilligkeit setzt, wozu braucht es eine Regierung?
Eine Veränderung ist immer mit Unannehmlichkeiten verbunden. Alles andere bedeutet nämlich nur ein weiter so.

Der motorisierte Individualverkehr muss schneller und entschiedener zurückgedrängt werden. Hierzu sind unter anderem auch flächendeckende Sharinganbieter vom Roller bis zum Auto zwingend nötig.
Erst wenn ein entsprechend dichtes Netz mit einer entsprechend hohen Anzahl an Stationen und Fahrzeugen vorhanden ist, kann sich ein Wechsel vollziehen.
Stadtverwaltung oder Wirtschaftsunternehmen sollten ebenfalls auf Sharinganbieter zurückgreifen. Durch entsprechende Partnerschaften mit Sharinganbieter kann die kritische Masse schneller erreicht werden und Anbieter in die Stadt gelockt werden, wovon alle profitieren

Ja, ich finde das gut und möchte dazu folgendes ergänzen: Ich fände es gut, wenn Car-Sharing ähnlich gehandhabt wird, wie in anderen Städten bereits üblich, nämlich dass online angesehen werden kann, wo die verfügbaren Autos abgestellt sind und dass die Autos dann einfach (ohne "umständliches" Vorabbuchen wie das z.B. bei Flinkster der Fall ist) ausgeliehen werden können, im Sinne von "hingehen, freischalten und losfahren" und dass die Autos dann auch wieder flexibel abgestellt werden können. Wichtig wäre dabei auch, dass deutlich mehr Autos (und sofern das "Stationenkonzept" beibehalten würde) und Stationen verfügbar sind. Nur dann ist das auch attraktiv. Je höher die Hürde zum Ausleihen, desto eher wird zum "eigenen Auto" tendiert.

Zusätzlich zur Stadtbahn ist ein Ausbau des regionalen Schienennetzes erforderlich. Nur so kann der Pendlerverkehr auf der Straße reduziert werden. Ebenso der überregionale LKW-Verkehr. Dass Straßenausbauten wie z.B. jene der B16 für das Erreichen dieser Ziele eher kontraproduktiv sind, ist zumindest nicht von der Hand zu weísen. Gänzlich unverständlich ist die lange Dauer von Planung und Ausführung der Schienenausbaumaßnahmen, deren Notwendigkeit unumstritten ist:
- Bau eines 3. und 4. Gleises zwischen Regensburg Hbf und Obertraubling
- Reaktivierung des Bahnhofs Walhallastraße
- Elektrifizierung der Strecken Richtung Schwandorf/Hof und -/Pilsen
Zusätzlich sollte ernsthaft (und nicht nur abwehrend) geprüft werden:
- Reaktivierung der Strecke Burglengenfeld - Maxhütte
- Haltepunkt Zeitlarn
- Neubau einer Strecke Richtung Wenzenbach - Bernhardwald entweder als Verlängergung der Stadtbahn oder besser noch bis Roding als Anbindung des Landkreises Cham
- Reaktivierung der Strecke Eggmühl - Schierling - Langquaid

Liebe Verantwortliche der Stadt,
ich verfolge nun seit Jahrzehnten das Drama um die Diskussion über die Nutzung der Schiene in Rbg. Rbg ist hervorragend in Ost-West Richtung durch die Schiene angebunden. Allerdings profitiert der innerstädtische und stadtnahe Bürger überhaupt nicht davon. Wo ist der Bahnhof Walhalla, wo ist der Umsteigebhf mit Halt und guter Weiterfahrt zb. in Burgweinting, wo ist ein Haltepunkt für die vielen Neubürger im Candisviertel ........... ; Es ist einfach nicht zu verstehen, das diese Möglichkeiten der Schienentrasse nicht realisiert werden; und das sind jetzt alle Mandatsträger in Stadt, Land und Bund angesprochen..............

Die Mobilitätsdrehscheibe am Unteren Wöhrd MUSS in den Planungen einen viel höheren Stellenwert erhalten! Eine autofreiere Altstadt, Stadtbahnneubau, Förderung von Radverkehr, Alles schön und gut, aber ohne Alternativen für Pendler von Außerhalb unpraktikabel!!! Die Zukunft der Altstadt hängt von solchen Entscheidungen ab!

Es ist absolut richtig, dass es Angebote für Pendler aus dem Umland geben muss, die nicht von Zuhause mit dem ÖPNV losfahren können. Wenn man am unteren Wöhrd parkt, wird man höchstwahrscheinlich mit der Straßenbahn oder dem Bus zum Ziel in der Altstadt weiterfahren. Warum sollte man zuerst bis hierher fahren und nicht schon am Stadtrand umsteigen (Autobahnauffahrt Burgweinting, Conti-Arena, Donauarena, Lappersdorfer Kreisel, Pfaffenstein,...) Hier sollten die Parkplätze zum Umstieg sein (er ist ja eh nötig). Gleichzeitig kann man dort die Parkflächen viel günstiger schaffen.

Im Süden: Am Stadion (viele Parkplätze, durch zuk. Strassenbahn in 10min z.Zentrum)
Im Norden: Nähe Dultplatz mit direkter Auffahrt zur Autobahn alternativ am Lapperdorfer Kreisel, allerdings immer mit sehr gutem Anschluss ins Zentrum. 10min.
Somit wird der Umlandverkehr zielgerichtet aus der Autobahn abgeleitet. Im Norden lässt sich das mit dem 3. Tunnel kombinieren. Zur Anbindung an die Altstadt ist eine Seilbahn als kostengünstige Variante denkbar;

"Zur Umsetzung der Ziele des Leitbilds Energie und Klima sollen kurzfristig mindestens 30% der im Stadtbusverkehr eingesetzten Busse durch lokal emissionsfreie Antriebe (momentan elektrisch) ersetzt und die dafür notwendige Infrastruktur geschaffen werden. Langfristig sollen alle Stadtbusse emissionsfrei fahren."

Unklar bleibt bei diesem Vorschlag, welche Emissionen hier reduziert werden. Die Reduktion der schädlichen Luftemissionen ist wünschenswert, jedoch bleibt der Aspekt einer Reduktion der Lärmemissionen völlig unklar.

Die bisherigen Daten beziehen sich zwar nur auf Autos lassen sich aber sicher auf Busse übertragen:
Elektroautos sind nur bei Geschwindigkeiten unter 30 km/h, insbesondere beim Anfahren leiser als Verbrenner. Der größte Unterschied besteht zu konventionellen Autos, die mit Vollgas oder hoher Motordrehzahl fahren. Über 30–40 km/h ist kein nennenswerter Unterschied mehr hörbar. Auf nassen Straßen ist der Unterschied auch bei niedrigen Geschwindigkeiten relativ gering. Manche Elektroautos geben hohe Pfeiftöne von sich, die besonders störend sein können.

Die Stadt hat sich als Ziel gesetzt auch die Lärm- und Abgasemissionen zu reduzieren. Jedoch finden sich im aktuelle Vorschlag keine Ziele auf eine Ausweitung von Tempo 30 auf Hauptstrassen oder verstärkte Bemühungen eines Schutzes der Hauptverkehrsachsen gemäß den Empfehlung der WHO. Diese sind zwar noch nicht Gesetz, aber wir sprechen hier von einem Plan für die nächsten 20 Jahre.

Die Verwaltung muss hier konkretere Planungen vorlegen um eine sinnvolle Diskussion zu ermöglichen.

Moderationskommentar

Liebe*r Freischütz,
vielen Dank für deine Anregungen und kritischen Nachfragen. Wir haben deinen Beitrag an das Amt für Stadtentwicklung weitergeleitet und bereits eine Antwort erhalten.

Rückmeldung aus dem Amt für Stadtentwicklung:
"Im Leitbild „Energie und Klima“ geht es ausschließlich um die Einsparung von CO2. Lärmemissionen wurden nicht betrachtet.
Es gibt allerdings einen Lärmaktionsplan, der am 16. Juli 2019 im Planungsausschuss vorgestellt wurde und der konkrete Vorschläge zur Lärmminderung in Regensburg macht. Da geht es um Tempo 30 Zonen, aber auch um schallschluckende Fahrbahnbeläge oder den Umbau von Straßenräumen. Im Stadtgebiet von Regensburg gibt es bereits viele Tempo-30-Zonen. Auch auf einigen Straßen des Hauptverkehrsstraßennetzes beträgt die zulässige Höchstgeschwindigkeit 30 km/h.
Erst in den letzten Jahren wurde in der Wöhrdstraße oder im Weißgerbergraben die Geschwindigkeit auf 30 km/h herabgesetzt. Auf der Frankenstraße westl. der A 93 in Höhe der Bebauung liegt aus Lärmschutzgründen die zulässige Höchstgeschwindigkeit bei 60 km/h.
Welche Vorschläge aus dem Lärmaktionsplan umgesetzt werden, entscheidet am Ende die Straßenverkehrsbehörde. Sie muss unter Abwägung aller relevanten Aspekte im Einzelfall abwägen, ob die Schaffung einer Tempo 30 Zone gerechtfertigt ist. Eine flächendeckende Beschränkung auf Tempo 30 pauschal für das gesamte Stadtgebiet ist dagegen unverhältnismäßig und nicht zulässig."

Ich hoffe, das kann dein Anliegen klären. Falls weitere Rückfragen bestehen, kannst du diese gerne in einem direkten Kommentar anbringen. Außerdem kannst du im Bereich "Mitmachen" unter "Ideen für Regensburg 2040" eigene Vorschläge und bspw. einen Dialograum zu Lärmreduktion eröffnen.

Liebe Grüße
Moderation SeS

Zusätzliche Brücken sollten vorrangig für Fußgänger, Radfahrer und ÖPNV gebaut werden, nur dort, wo es sinnvoll ist, auch für den motorisierten Individualverkehr:
- Holzgartenbrücke zum unteren Wöhrd für Fußgänger und Radfahrer
- Kneitinger Donaubrücke für Fußgänger, Radfahrer und ÖPNV
- Sallerner Regenbrücke für Fußgänger, Radfahrer, ÖPNV (Stadtbahnverlängerung nach Lappersdorf) und Autos. Hier ist aber - wie an anderer Stelle schon erläutert - darauf zu achten, dass es nicht zu einem Abkürzungsverkehr von LKW zwischen der A3 (Ost) und der A93 (Nord) kommt. Zum Beispiel durch Tonnagebeschränkung auf 7,5 t. Vielleicht hat auch noch jemand eine bessere Idee, wie man den Durchgangsverkehr hier vermeiden könnte.

Die derzeitige Taktik der Stadtverwaltung zur Stärkung des ÖPNV und des Radverkehrs ist das aktive Ausbremsen des motorisierten Individualverkehrs.
Das eine schlechter machen, um das andere besser dastehen zu lassen. Dies ist der falsche Weg!
Es müssen alternative und vor allem attraktive Mobilitätskonzepte her, welche eine echte Alternative zum Auto sind. 45 Minuten Busfahrt vom Stadtwesten in den Osten, mit dem Auto 10 Minuten... Muss jede Buslinie einmal quer durch die Altstadt fahren?

Es geht doch nicht ums "Ausbremsen"! Aber seit über hundert Jahren wird fast ausschließlich für den Autoverkehr geplant und gebaut und alle anderen Bedürfnisse zurückgedrängt. Allenfalls geht es nun um zweifelhafte Privilegien, die über die Jahrzehnte dem Autoverkehr zu Lasten anderer berechtigter Interessen zugestanden wurden, die nun wieder auf ein vernünftiges Maß und in eine verträgliche Relation gebracht werden müssen.

Oslo zeigt, dass es geht. In wenigen Jahren weg von einer Autostadt hin zur Fahrradstadt. Paketanliegerungen etc. per Lastenrad, Autoparkplätze umnutzen für neue und sichere Radwege und breitere Füßgängerwege, dies ist auch in Regensburg seit langem überfällig. Dazu flächendeckendes Sharing!
Ein Blick nach Niederlande, Dänemark und Belgien zeigen seit langem die Vorteile für alle Stadtbewohner.

Eine autofreie Innenstadt lässt diese nur noch schneller aussterben

Die touristisch relevanten Innenstädte der Weltkulturerbestädte Esaouira und Tetouan in Marokko sind (ebenso wie große Teile der anderen Welterbestädte Fes, Rabatt oder Marrakesch) nahezu autofrei innerhalb der Altstadt.
Hotels transportieren das Gepäck der Kunden mit Muskelkraft (Bollerwägen) oder Lastenräder, ähnlich die Gastro und der Einzelhandel.
Autos sind weder fahrend noch stehend sichtbar. Weltkulturerbe wird dadurch ganzheitlich sichtbar und nachhaltig erlebbar.
Von dem gewonnenen Platz und der Sicherheit profitieren am Ende alle: Anwohner wie Besucher.

Ich finde diese Idee hervorragend. Ich wundere mich immer wieder, wenn ich riesige Lastwägen durch die engen Gassen fahren sehe, die dann alles blockieren, parkende Fahrräder, Straßenschilder o.ä. anfahren (was aufgrund der Enge nicht weiter verwunderlich ist). Das ist weder für diejenigen, die an den Lastwägen vorbeiwollen, noch für diejenigen, die die Lastwägen fahren, ein Spaß!!!
Und wenn die Hotels für Ihre Gäste Fahrradrickschas o.ä. anbieten, dann hat das ja auch einen Erlebniswert!

Ich möchte das noch einmal bekräftigen. Das Kapitel zur Mobilität ist viel zu wenig ambitioniert. Es muss das Ziel einer autofreien Innenstadt konkret formuliert werden. Und dazu gehört auch, dass die Zahl der Anwohnerparkplätze außerhalb von Parkhäusern stark reduziert wird. Es ist für mich völlig unverständlich, warum Autos in Straßen wie der Gesandtenstraße oder der Wahlenstraße im öffentlichen Raum stehen dürfen. Das produziert dann auch für 3-4 Plätze den entsprechenden Parkraumsuchverkehr. Und dann wird mit dem Argument der Poller an der Gesandtenstraße abgelehnt, dass ja viele Leute eine Berechtigung hätten.
Deshalb: Zahl der Berechtigten reduzieren!

Ich würde mir für Regensburg eine stärkere S-Bahn-ähnliche Nutzung der Schienen wünschen.
- Sinzing und Obertraubling sind ja eigentlich gut an die Bahn angeschlossen, aber wenn es nur 1-2 mal stündlich (und dann mit nur 5 bis 10 Minuten zeitlichem Abstand) eine Verbindung gibt, dann macht das die Nutzung nur für Wohlmeinende und Überzeugte attraktiv. Außerdem könnten in diese Richtungen noch weitere Halte aufgenommen werden (z.B. Köfering), aber nur für die S-Bahn-Nutzung, nicht bei weiterführenden Verbindungen.
- Verbindung Richtung Schwandorf: Ich nutze oft die Bahnlinie Richtung Schwandorf/Weiden. Hier steht ja die Elektrifizierung an und es ist ein weiterer Halt geplant. Ich fände es aber gut, wenn hier auf 2 Varianten gesetzt würde:
1. Häufigere Verbindungen zwischen Regensburg und Regenstauf mit weiteren Halten, z.B. bei der Donau-Arena (mit dem Bus dauert es ewig bis zur Donau-Arena bzw. zum Gewerbepark) der Zug ist dort in wenigen Minuten. Warum wird die Bahnlinie hier nicht stärker genutzt? Das würde auch die Nibelungenbrücke entlasten.
2. Verbindung Regensburg - Schwandorf /Hof nicht mit zusätzlichen Halten "überlasten". Ich finde die Verbindung Regensburg - Schwandorf (bzw. Hof oder Amberg/Nürnberg) gut, so wie sie ist, v.a. auch, dass zw. Regensburg - Schwandorf mittlerweile halbstündlich eine Verbindung existiert. Weitere Halte für diese (bzw. auch die weiterführende Strecke nach Amberg oder Weiden/Hof) würden die Verbindung deutlich unattraktiver machen (v.a. wg. der längeren Fahrtzeit).

Zusätzliche Bahnhalte auf der Strecke nach Schwandorf kann es nur geben, wenn diese elektrifiziert ist. Und dann führen zusätzliche Halte im Nahverkehr auch nicht zu Fahrtzeitverlängerungen. Im Gegenteil: Dann ist auch Fernverkehr auf dieser Strecke möglich, der bei weniger Halten kürzere Fahrzeiten aufweist.

Ausbau des S-bahnnetzes ist richtig! Ein S-Bahn - nicht an verkehrsreiche Straßen gebunden - ist viel schneller. Eigentlich bräuchte es dann keine Stadtbahn mehr, da ja bereits Burtweinting und Wutzlhofen S-Bahnhöfe werden. Sogar eine Direktverbindung wäre zu Stoßzeiten möglich über das Gleisdreieck (Für Pendler aus dem Stadtnorden ins Industriegebiet REgensburg-Ost sehr attraktiv!)

Es scheint, als sei mein Ausgangs-Statement missverständlich gewesen. Ich plädiere für 1. schnelle Fernverbindungen (wenn man Regensburg-Schwandorf/Weiden/Hof als "Fernverbindung bezeichnen mag ;-)) die nicht unnötig mit weiteren Halten überfrachtet werden
2. Weitere Verbindungen (z.B. Regensburg-Regenstauf), die nicht so weit fahren, dafür deutlich häufiger (mind. 10-Minutentakt) dafür aber eben häufiger halten (und nicht nur in der Walhallastraße).
Ich fände es vollkommen falsch geplant, wenn auf der genannten Strecke (Regensburg-Schwandorf/Weiden..) nur ein Halt (die ständig diskutierte Walhallastraße) dazugenommen wird, der dann einmal stündlich von der Oberpfalzbahn auf dem Weg nach Weiden/Marktredwitz angefahren wird. So bitte nicht!

Die Tunnelröhren müssen saniert werden. Man bohrt eine dritte Röhre als Ersatz, damit der Verkehr während der Bauzeit ungestört fließen kann. Auf den ersten Blick logisch, bei genauerer Betrachtung kurzsichtig. Denn mit einer solchen Maßnahme würde die Chance verspielt, Güterfern- und motorisierten Individualverkehr von der Straße auf die Schiene bzw. in den sonstigen ÖPNV zu bringen. Ganz im Gegenteil wären damit die Belastungen des Straßenverkehrs auf Jahrzehnte zu Lasten von Stadt und Umwelt zementiert.
Ein zukunftsgerichteter Weg sieht anders aus: Während der Sanierung des Tunnels wird die A93 zwischen den Autobahnkreuzen Regensburg und Oberpfälzer Wald für den LKW-Fernverkehr in beide Richtungen gesperrt. Nur noch Ziel- und Quellfahrten sind erlaubt. Dies gilt auch für Ausweichrouten über Landstraßen. Als Ausnahme könnte man sich allenfalls eine nächtliche LKW-Blockabfertigung in jeweils eine Richtung vorstellen. Gleichzeitig wird eine schnelle Güterzugverbindung zwischen Hof und Regensburg (und weiter) angeboten. Idealerweise elektrisch, alternativ als Pilotprojekt mit grünem Wasserstoff. Als Anreiz für Pendler aus dem Norden werden zusätzliche Bahnhaltepunkte in Zeitlarn und R-Walhallastraße in Betrieb genommen und die Bahnstrecke Burglengenfeld – Maxhütte reaktiviert. Eine Schnellbuslinie zwischen Roding über Bernhardswald und Wenzenbach nach Regensburg nutzt privilegiert die zusätzliche Spur dort, wo die B16 mehrstreifig ist, und fährt im Stadtgebiet Regensburg ebenfalls überwiegend auf eigener ÖPNV-Spur.
Wenn die Vorschläge zur Mobilitätssteuerung im Stadtentwicklungsplan ernst gemeint sind, darf eine derartige Gelegenheit zur Verkehrswende nicht ungenutzt bleiben. Hier ist es Aufgabe der Stadtspitze, gemeinsam mit dem Bund als Träger der Autobahnen und der Bahn entsprechende moderne Konzepte umzusetzen.

1. Trennung von Rad- und Fußgängerwegen ( Fußgängerzone wir zunehmend durch zu schnell fahrende Radfahrer gefährlich.

2. Ältere Bewohner benötigen häufig den Individualverkehr

3. Kein Aussperren von Stadtrandgemeinden vom Individualverkehr

Um die Akzeptanz von E-Autos zu fördern, ist es wichtig, die Anschaffung auch für Menschen möglich zu machen, die nicht über eine eigene Garage verfügen. Denn ohne eigene Lademöglichkeit ist der Kauf eines E-Autos mit einem sehr großen Problem verbunden: Wo bzw. wann soll ich mein Auto laden? Die flächendeckende Errichtung von Ladestellen ist daher eine unverzichtbare Maßnahme. Es reicht aber nicht aus, öffentliche Parkplätze wie vor Supermärkten damit auszustatten. Auch in Wohnstraßen müssen Ladestellen errichtet werden! Und zwar in möglichst kleinen Abständen, ähnlich wie bei den braunen Biomüll-Tonnen.

E autos sind nicht wirklich ein segen für die Umwelt und schlecht für deutsche Arbeitsplätze. Wer sich mal mit den Förderungsbedingungen von Lithium. Kobalt und kupfer beschäftigt weiß das. Nur leider werden sie von schlechten politikern gefördert

Obwohl so viel von Verkehrswende gesprochen wird, sehe ich immer nur Großprojekte, die den Autoverkehr fördern: Sallerner Regenbrücke, Ausbau A3, Dritte Röhre Pfaffensteiner Tunnel, DEZ Kreuzung. Ich wünsche mir, dass es Großprojekte für ÖPNV und Radverkehr gibt und das Geld, das eigentlich in Autoverkehrprojekte gesteckt werden sollte, in eher zukunftsweisende Mobilität investiert wird.

Ist das auto. Nicht das Fahrrad

Schon im Regensburg-Plan 2005 stand als Ziel die flächendeckende Parkraumbewirtschaftung drin, um die schlimmsten Auswüchse des Autoverkehrs in den Griff zu bekommen. Passiert ist in Jahrzehnten nichts! Jetzt steht das wieder als Ziel im Entwurf. Wann wird das endlich angegangen? Da kann man sich noch so viel Umweltverbund herbeiträumen, wenn man die Leute mit kostenlosen Parkplätzen mitten in der Altstadt ködert, braucht man sich nicht wundern, dass Regensburg ein Problem mit dem vielen Autoverkehr hat. Erst wenn das Parken richtig Geld kostet, werden die Leute merken, dass ÖV, Fahrrad oder gleich zu Fuß gehen gar nicht so dumm ist. Und für mobilitätseingeschränkte Menschen kann man dann genug Parkplätze zur Verfügung stellen, das wäre kein Problem.

In dem fall werde ich komplett auf online Bestellungen setzen. Zum rad- oder busfahren lasse ich mich nicht zwingen

Ich denke dass der ÖPNV in Regensburg grundlegend neu gestaltet werden sollte. Das Busnetz ist alt und nicht ausreichend. Erstmal hält fast ausnahmslos jeder Bus am Hauptbahnhof. Das heißt zwar dass es gute umsteige Möglichkeiten gibt, aber auch nur wenn man zum Hauptbahnhof will. Wenn man zum Beispiel aus Reinhausen in den Stadtwesten will, muss man am Hauptbahnhof umsteigen. Diese Strecke ist viel kürzer mit Auto oder mit dem Rad. Niemand würde hier zum Beispiel Bus fahren, auch wenn die Busse eigentlich die Autobahnbrücke befahren könnten. Natürlich ist das problematisch bei Staus, aber durch die 3 Spuren auf der Brücke ist das nicht wirklich ein Problem.
In Neutraubling muss auch umgedacht werden. Neutraubling wächst sehr stark, und ich fürchte die Autobahn wird nach dem Ausbau wegen Neutraubling genau so überfüllt sein wie vorher. Das Busnetz entspricht nicht mehr den Anforderungen. Ich fahre 10km mit dem Fahrrad zur Universität, weil das fast eine halbe Stunde schneller ist als mit dem Bus. Eine gute Option für mich wäre zum Obertraublinger Bahnhof zu fahren, und von dort aus zum Hauptbahnhof, aber die Bahn fährt nicht nach Taktfahrplan.
In den letzten Monaten/Jahren gab's viel Diskussion um Stadtbahn und S-Bahn. Ich denke ein neues Busnetz müsste sich am Schienennetz orientieren. Zum einen fehlen viele Haltestellen wie z.B. Wutzlhofen, Walhalla Allee oder Candis Areal. Im Umland könnte man Haltestellen wie Mintraching/Mangolding, Moosham, Schierling, Langquaid Burglengenfeld oder Kelheim reaktivieren.
Und hier will mal ein bisschen Propaganda für's Karlsruher Modell(Stadtumlandbahn, Tram Train etc) machen. Eine Stadtumlandbahn ist ein Zug der sowohl auf Stadtbahngleisen, als auch auf Gleisen der DB fahren kann. In Regensburg hätte das viel Potenzial. Zum Beispiel gab es in Kelheim mal eine Stichbahn, die allerdings schon zugebaut wurde. Eine Stadtumland Bahn könnte das DB Gleis bis Saal befahren, und in Kelheim auf die Straße wechseln. Oder eine Linie von den Neutraubling auf dem Gleis in Neutraubling über Obertraubling und Burgweinting Richtung Regenstauf für Leute entlang der Route, die nicht am Hauptbahnhof aussteigen wollen.
Außerdem müsste viel eher Radinfrastruktur an Haltestellen ausgebaut werden als P&R. Radverkehr ist sehr symbiotisch mit ÖPNV. Wenn man an eine Haltestelle genug Radstellplätze baut, verdreifacht man damit effektiv die Reichweite dieser Haltestelle. Deswegen brauchen die Bahnhöfe(und auch normale Haltestellen) in der Region dringend mehr Radstellplätze, die am besten überdacht und wohlmöglich überwacht sind. P&R ist natürlich auch wichtig, aber nicht so wichtig wie Radstellplätze, denn wenn man mit dem Auto schon an den Stadtrand fährt, ist es eher bequemer und schneller durchzufahren als auf einen Bus zu warten. Ich denke man sollte darauf viel mehr wert legen.

An der Ecke Hermann-Geib-Straße zur Alfons-Auer-straße steht neuerdings ein riesiger und komplett ungenutzter Fahrradständer. Nicht nur dass er in einem Gebiet in dem so gut wie jeder über einen Fahrradkeller verfügt sinnfrei ist. Er reduziert die eh schon zu geringe Anzahl an Parkplätzen. So eine Anwohnerfeindliche Politik darf nicht weitergeführt werden.

Je mehr Infrastruktur für Räder geschaffen wird, desto besser. In der Sternbergstraße wir dieser Fahrradständer genutzt, vielleicht ergibt sich das auch in der Geibstr.

Mit diesen Fahrradständern werden nur dke Anwohner zugunsten einer ungewollten verkehrswende Belästigt

Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, den öffentlichen Nahverkehr weiter auszubauen und den Autoverkehr weiter zu verdrängen. Gerade für Berufspendler mit schlechter Bahn-/Busanbindung sollten jedoch noch weitere P+R Plätze entstehen.
Auch der Ausbau der Fahrradwege nimmt eine zu untergeordnete Rolle ein. Insbesondere nach Keilberg und anderen noch nicht erschlossene Teile der Stadt sollte dringend aufgerüstet werden. Eine gemeinsame Straße für Fahrräder, Fußgänger und Autos ist gerade in dunklen Stunden und schlechtem Wetter unzumutbar und bei unübersichtlichen Strecken wie nach Keilberg, geradezu gefährlich.

Es ist ungewollt und nicht mehr als eine Gängelung

Leider sind viele Radwege in Regensburg zu schmal und sind nicht einheitlich angelegt: Mal wird nur der Gehweg in der Mitte mit einer Linie halbiert (z.B. nördl. Unterislinger Weg), mal wird ein Streifen markiert, mal wird man auf die falsche Seite gezwungen, was man ansonsten grundsätzlich nicht darf. Mal hat man gepflasterte Radwege, wenn die Straße ansonsten asphaltiert ist (z.B. am Kumpfmühler Markt), mal hat man eine Buckelpiste, weil der Radweg alle paar Meter wegen einer Einfahrt abgesenkt ist. Zumindest an den Hauptstraßen sollte ein einheitlicher Standard von zwei Meter Breite und baulicher Schutz vor dem Kfz-Verkehr realisiert werden, damit man sich darauf verlassen kann, halbwegs sicher fahren zu können. Dazu gehört auch, dass die Kreuzungen konsequent gesichert werden müssen, entweder mit eigenen Grünphasen oder mit baulichen Maßnahmen wie in Holland.

Ein Umstieg vomAuto auf den ÖPNV ist immer eine Frage der benötigten Fahrzeit. Um wirklich schnell von der Peripherie in die Stadt zu gelangen, eignen sich S-Bahnen wesentlich besser als eine entlang verkehrsreicher Straßen entlang geführte Stadtbahn. Gerade in Regensburg hätten wir den Vorteil, dass schon mehrere Bahnlinien existieren: aus dem Norden (Wutzlhofen), aus dem Südwesten (Sinzing) und aus dem Südosten und Süden (Obertraubling). Es besteht bei letzterer sogar ein altes Gleis nach Neutraubling hinein. Eine Ergänzung fehlte noch aus Richtung Lappersdorf ggfs. als Klein-U-Bahn ohne große Bahnhofsanlagen. Auch die Verbindung zur Universität und zum Klinikum ließe sich besser als U-Bahn bauen als oberirdisch, da ja das Gelände südlich des Bahnhofs sehr rasch ansteigt. Bei der Tiefe einer U-Bahnröhre ist wohl kaum anzunehmen, dass man noch auf römische Bauten stößt. - Die bisher projektierte Stadtbahn ist auf der vorgesehenen Strecke kaum schneller als Schnellbusse, denen man Vorfahrt auf eigener Trasse gewährt. Die Stadtbahn fährt entlang von Hauptverkehrsachsen, die nach wie vor stark für den MIV benötigt werden werden, und über viele Kreuzungen, was zwangsweise zu häufigem Anhalten zwingt. Die Trassenführung zur Universität hinauf ist oberirdisch problematisch. Gerade diese Strecke (Wutzlhofen- Bahnhof - Burgweinting), zu der es fast parallel eine Bahnstrecke gibt, für die nach neuesten Berichten ein Ausbau als S-Bahn vom Bund anvisiert wird, wird den Umstieg auf den ÖPNV nicht attraktiv machen. Wenn dann auch noch Buslinien so geändert werden, dass man ohne Umstiege nicht mehr in die Stadt fahren kann, schreckt das eher davon ab, das Auto zu Hause stehen zu lassen.
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