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Sport & Freizeit

Die Bedeutung des Sports als verbindendes Element ist gerade für Senioren, Behinderte und Migranten attraktiver zu verankern.

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Ökologie

Durch eine hohe Bautätigkeit werden Grünflächen, die als Raum für die Naherholung und zum Schutz der Artenvielfalt dienen, knapper. Die Belange der Artenvielfalt und ausreichende Freiflächen müssen in der Planung stärker berücksichtigt werden.

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Kultur

Thon Dittmer Palais

Die Kultur- und Kreativwirtschaft gewinnt zunehmend an Bedeutung. Eine stetige Aufgabe ist es, das kulturelle Erbe der Stadt mit neuen und modernen Entwicklungen in Einklang zu bringen. Hierfür werden Flächen und Räume benötigt.

Bis zum Jahr 2040 setzt sich Regensburg folgende Ziele:

  • Das Welterbe genießt bei allen Planungs- und Bauvorhaben höchste Priorität.
  • Es müssen ausreichend Räume für Kulturnutzungen erhalten bzw. geschaffen werden. Dabei sollen verstärkt Kulturzentren in den Stadtteilen entstehen.
  • Um ein breiteres Kulturangebot schaffen zu können, sind Projekte aus der Jugendkultur sowie der alternativen Kultur- und Subkulturszene zu unterstützen.
  • Kulturreferat und Kulturschaffende sollen noch enger miteinander kooperieren.
  • Aktuelle Angebote der Wissensvermittlung (Ausstellungen, Beschilderungen) müssen mit Hilfe digitaler Techniken zeitgemäß präsentiert werden.
  • Auch im nationalen und internationalen Raum soll v.a. die Zusammenarbeit mit Partnerstädten ausgebaut werden.
  • Das historische Museum muss saniert und neu konzipiert werden.
  • Ein Kulturzentrum mit Konzertsaal für klassische Musik und einer Kunsthalle für zeitgenössische Kunst sollen gebaut werden.
  • Ein Haus für Kunst und Kultur sowie bürgerschaftliches Engagement soll geschaffen werden.
  • Das Stadtlagerhaus soll als Kultur- und Kreativzentrum genutzt werden.

Kommentare

Bisher ist die Innenstadt überwiegender Ort des "kulturellen Geschehens".
Künftig sollen auch die Stadtteile zu Orten des kulturellen Geschehens "entwickelt" werden.
Das bedeutet gerade nicht, überall Bürgerhäuser zu bauen, sondern vorhandene Potentiale zu erkennen und zu nutzen - aktuelles Beispiel sind temporäre sozio-kulturelle Zwischennutzungen in ungenutzten Gebäuden der Prinz-Leopold-Kaserne, die noch nicht sofort als Wohnungsbauflächen gebraucht werden, sondern 2 - 4 Jahre stehen bleiben könnten. Damit könnte "Kultur" Ausstrahlungs- und Anziehungskraft in die nähere Umgebung entfalten.

Viele bekanntere Künstler kommen selten nach Regensburg, meistens werden bei Bekanntgabe von Touren immer nur Nürnberg und München genannt. Gerade durch die Vielzahl von Studenten und jungen Erwachsenen in der Stadt sollte das Angebot an Konzerten für diese Altersgruppe gefördert werden, damit öfters Künstler aus verschiedenen Musikrichtungen (Hip-Hop, Rap, Pop,..) nach Regensburg kommen. Die teuer erbaute Jahnarena wird nur für die Spiele des Jahn Regensburg und ab und zu für Länderspiele der Frauen oder U21 genutzt bzw. für Tagungen, Seminare und Prüfungen. Es gibt bestimmt die Möglichkeit einen Belag (Holz oder Gummiplatten) den man auf den Rasen legen kann, damit bei und nach Konzerten der Rasen nicht beschädigt wird. Die Jahnarena bietet Steh- und Sitzplätze im Innenraum bzw. auf den Tribünen wie für Arenakonzerte üblich und der Sound wäre um einiges besser als in der Donau-Arena. Zwar werden schon ein paar Festivalkonzerte im Pürklgut abgehalten, dieser Ort bietet aber keine Rundumsitzplätze an. Außerdem könnte das Catering von zusätzlichen Großveranstaltungen profitierten. Die Jahnarena bietet im Gegensatz zum Pürklgut bessers Catering und WC-Anlagen. Des Weiteren ist um die Jahnarena eine Vielzahl an Parkplätzen und durch die Buslinie 3 eine gute Möglichkeit mit dem ÖPNV.

Bei den Planungen eines Kultur- und Kreativwirtschaftzentrums im Stadtlagerhaus sollte schon von vornherein klar sein, dass sich darin kein Raum befindet, der sich für Konzerte oder Theateraufführungen eignet (u.a. keine freie Sicht wegen Säulen). Und genau so ein Veranstaltungsort wird doch seit Jahren von Künstlern und Veranstaltern gefordert.

Graue Stromkästen, Umspannhäuser, Brückenpfeiler, Betonmauern etc.
Es gibt viele Orte wo Kunst und Kultur im öffentlichen Raum die Stadt bereichern kann und zu einem modernen Image beitragen kann. Moderne Jugend-Subkultur kann das Welterbe hervorragend ergänzen und bereichern.

Die Reihenfolge "sanieren" und "neu konzipieren" muss umgekehrt werden:
Da die Mittel für bauliche Investitionen (Sanierung + Neubau!) in der aktuellen IP-Planung deutlich "nach hinten" verschoben worden sind, kann/muss die Zeit bis dahin unbedingt für die Neu-Konzeption des Museums genutzt werden!
Das Museum soll künftig die Geschichte der Stadt Regensburg von der Gründung bis heute erlebbar und nachvollziehbar in einer attraktiven Präsentation erlebbar machen.
Entwicklungsplanerisch-stadträumlich entsteht damit die Chance, zwischen dem Marc-Aurel-Ufer und dem Dachauplatz ein "Museumsquartier" zu entwickeln und dabei viele der mittelalterlichen, prägenden Bauwerke als "lebendige Anschauungsobjekte der Stadtgeschichte" einzubeziehen - von den Resten der römischen Mauer über Minoritenkirche und Leerem Beutel bis zum Neuen Rathaus. Reizvoll wäre dabei gerade auch die "parallele Präsentation" der bayerischen Geschichte im HdBG und der Regensburger Geschichte im ehem. Minoritenkloster!

Sehr zu begrüßen ist der Vorschlag, als Standort für ein Kulturzentrum mit Konzertsaal den Bereich im Stadtosten nördlich des Marinaforums zu wählen (siehe Seite 15 des Verwaltungentwurfs). Dies würde auch das Marina-Forum aufwerten, das für große Musikveranstaltungen eher nicht geeignet ist.
Dies bedeutet hoffentlich ein Abkehr von den ursprünglichen Plänen für ein Kultur- und Kongresszentrum im Bahnhofsareal (Keplergelände). Ein solches wurde ja per erfolgreichem Bürgerentscheid an diesem Standort abgelehnt. Es wäre allerdings fatal und eine Missachtung des Bürgerwillens, wenn irgendwann wieder dieses Kepler-Areal als Standort für das Kulturzentrum ins Spiel gebracht würde.

- der Welterbe-Titel ist sicherlich wichtig und muß berücksichtigt werden, sollte aber nicht dazu führen, dass die Stadt sich zu Gunsten der Bürger*innen entwickeln kann (höchste Priorität sollte also das Bedürfnis der Bürger*innen haben, nicht der Welterbe-Titel wie es oben heißt)
- Kulturangebote sollten sich nicht nur auf dem Altstadtbereich konzentrieren,
- Stadtteilkultur muss gefördert werden, Einbindung von Vereinen in den Stadtteilen
- Teilhabe an Kultur muss für alle möglich sein, insbesondere Treffpunkte für Jugend und Senioren sollten bei der Quartiersentwicklung mitgedacht werden
- schnelle Umsetzung beim Stadtlagerhaus als Kreativzentrum
- Verschönerung / Freigabe öffentlicher, grauer Mauern für StreetArt

Ein Konzertsaal fehlt in Regensburg.!! Grade in dieser Stadt mit einer so lebendigen Musikszene.
Sinnvoll wäre ein großer und ein kleiner Saal , der eine für symphonische Konzerte, der andere für Kammermusik.
Das Marina Forum ist dafür akustisch ungeeignet .

Als Bürgerin wünsche ich mir, dass es längere und an veränderte Zeitbedürfnisse angepasst Öffnungszeiten v.a. in den Städtischen Museen und Galerien gibt.Z.B. Feste Abendöffnungszeiten, vormittags on demand für Schulklassen. Und attraktive Angebote für die BürgerInnen in den Museen/Ausstellungen z.B. wie im Kunstforum Ostdeutsche Galerie - Themenführungen, Führungen mit Regensburger Künstlern, kleine Afterwork - Events ...
Mehr Zusammenarbeit z.B. mit Bildungseinrichtungen wie der vhs, Zeichenkurse im Museum, Literaturabend in der Ausstellung etc.

Für Freunde von alternativer oder auch härterer Musik gibt es in Regensburg wenig Spielraum.
Es sind ja nicht nur die großen "Ausnahme-Konzerte" die ein Stadt kulturell ausmacht. Sondern auch die viele kleinen von regionalen Bands. Gerade mit diese gibt es eine hohe Identifikation vom Publikum. Aber hierfür gibt es kaum eine Bühne. A bisserl was in der Mälze. Und alle heiligen Zeiten darf mal eine Band im Tikibeat spielen. Es müssen ja nicht gleich neue Lokations geschaffen werden. Es würde völlig reichen, wenn vorhandene Clubs einfach öfters, ohne große Hürden Veranstaltungen machen dürften.

Derzeit baut der Bayernhafen unmittelbar östlich des Stadtlagerhaus ein Containerterminal. Die zugehörigen Rangiergleise verlaufen unmittelbar südlich. u. noerdlich des Gebäude bis weit nach Westen über die Linzer Straße hinaus. In kuerze wird hier also zusätzlicher Umschlaglaerm und erheblicher lkw und gueterzugverkehr zusätzlich zum „normalen“ hafen(schwer)Verkehr stadtfinden. Ist das das Umfeld wo Künstler Inspiration finden, coole Start-ups sich wohlfühlen oder in Co-Working Spaces Kollegen oder Gäste mal eben mit dem Fahrrad oder zu Fuß zum Gedankenaustausch vorbeischauen? Eher nicht oder? Daher: derzeit keine Planungs-und Baugelder für das slh einplanen. Stattdessen könnten diverse abgerockte Gebauede(komplexe) an Prinz ludwig Straße, Auweg etc für eine Alternative Nutzung dienen. Dazu müsste die mögliche Nutzung aber im derzeit laufenden BP Hafen gesichert werden.

Bürgerhäuser für z.B. Kunst, Kultur buergerschaftliches Engagement, VHS, Haus der Vereine, Bürgerbüros etc. In den Stadtteilen etablieren. Muss nicht immer perfekter Neubau mit 10 Jahren Realisierungszeit Zwischennutzung Umnutzung , temporäre Sachen, einfach mal was machen und ausprobieren.

Sie schreiben:
"Das Welterbe genießt bei allen Planungs- und Bauvorhaben höchste Priorität."
Das klingt etwas seltsam, fast so als würde alles außerhalb des Welterbes hinten runter fallen ... ich nehme mal an, das ist nicht wirklich so gemeint? Welterbe erhalten und pflegen ist wichtig, aber die Kultur muss sich relativ gleichmäßig über die ganze Stadt verteilen. Leerstände (Lagerhallen, ehemalige Verkaufsgebäude, Werkstätten, Läden, etc.) müssen mit erheblich größerer Flexibilität als bisher für kulturelle Zwischennutzungen freigegeben werden, auch und gerade für Bürger- oder Stadtteilinitiativen und Vereine.