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Folgt man der demographischen Entwicklung, nehmen die Studierendenzahlen künftig tendenziell ab. Damit steigt auch die Konkurrenz um Studierende und Projektförderungen gegenüber anderen Universitätsstandorten.

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Die Herausforderungen im Tourismus sind vielfältig. Zu den wichtigsten zählen der Fachkräftemangel, Nachhaltigkeit und ein verträgliches Miteinander von Besuchern und Bewohnern.

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Digitalisierung

Digitalisierung

Neue Technologien entwickeln sich zunehmend schnell und werden komplexer. Hinter dieser Dynamik steckt die Gefahr, dass etwa traditionell ausgerichtete Unternehmen wegbrechen. Zudem sind zentrale Erfolgsfaktoren, wie IT-Fachkräfte und geeignete Mietobjekte für Start-Ups, schon heute begrenzt.

Bis zum Jahr 2040 setzt sich Regensburg folgende Ziele:

  • Die Erarbeitung einer gesamtstädtischen Smart City-Strategie ist zwingend.
  • Der Masterplan „Digitale Stadt Regensburg“ und die Digitalisierung der Verwaltung sollen zügig umgesetzt werden.
  • Die notwendige technische Infrastruktur muss ausgebaut werden.
  • Das Areal der ehem. Prinz-Leopold-Kaserne soll als Innovationsquartier mit smarten Lösungen ausgestattet werden.
  • Neben einer koordinierenden Stelle muss externer Sachverstand aus Wirtschaft, Wissenschaft und städtischen Tochtergesellschaften und Clustern eingebunden werden.
  • Die digitale Branche muss verstärkt in Regensburg angesiedelt werden.
  • Eine gesellschaftliche Spaltung, bei der es „Digitalisierungsgewinner“ und „-verlierer“ gibt, ist zu vermeiden.

Kommentare

Jugendliche wünschen sich mehr freies W Lan im Freien, v.a. bei Jugendspielplätzen/Sportanlagen

Die städt. Ämter sollten noch mehr die Möglichkeit geben, sich an Entscheidungen digital zu Beteiligen und den Bedarf der Bürger besser zu kennen. Auch besonders bezüglich der Meinung von Kindern und Jugendlichen könnte hier bestimmt noch was getan werden.

Finde eine Art Bürgerbefragung bei Städtischen Themen sehr angebracht, statt das der Stadtrat selbst entscheidet, eine (Mit-)Beteilung der Bürger*innen sehr wichtig.

Allgemeine Ziel zur Digitalisierung sind schön, aber nicht zielführend? Es müssen konkrete Ziele definiert werden.
zB. Wann ist es in der Stadt möglich, einfachste Antragsformalitäten online zu erledigen? Das beste Beispiel ist hier:
- die Zulassung/Abmeldung einen Autos
- Ummeldung seines Wohnsitzes
- ...... etc
Bitte dies aber nicht missverstehen, das senden an einen E-Mail Adresse ist kein Online Verfahren!!!!!

Durch die Digitalisierung wäre es relativ einfach möglich, den Zugang für (berechtigte) Autos und Lieferfahrzeuge nur zu bestimmten Zeiten und nur in bestimmte Gebiete der Innenstadt zu erlauben. Anwohner bekommen Zufahrtsmöglichkeiten zu ihren Vierteln/Straßen, dies nur zu bestimmten Uhrzeiten. Alle anderen Straßen sind durch Elektrische Poller gesperrt, für nicht berechtigte ohnehin.
Durch Smarte Poller könnte der Verkehr in der Innenstadt sofort halbiert werden und die Stadt wäre deutlich sicherer und hätte mehr Platz.

Um Entscheidungen möglichst objektiv treffen und vor allem auch ihre Wirksamkeit beurteilen zu können, ist eine solide Datenbasis die Grundvoraussetzung. Diese Daten sind oft schon vorhanden, aber nicht einfach verfüg- oder nutzbar. Falls für weitere Aspekte nötig, sollten weitere Daten erhoben werden.
In jedem Fall aber ist es wichtig und auch gewünscht (siehe Koalitionsvertrag), diese im Rahmen einer Open-Data-Schnittstelle allgemein verfügbar zu machen.

Dieser Kommentar ist im Bereich Digitalisierung eingebracht. Das Öffnen der Daten stellt aber eine Voraussetzung dar, um die eigentlichen Effekte in sehr vielen weiteren Bereichen überhaupt zu ermöglichen, wie zum Beispiel Umwelt/Klima, Wirtschaft, Verkehr, Energie, etc.

Da, wie oben beschrieben, die Datenbasis Voraussetzung für Entscheidungen und ihre Beurteilung sein sollte, ist es unabdingbar, diesem Thema sehr hohe Priorität einzuräumen und Daten der öffentlichen Hand und, falls möglich, auch aus angrenzenden, (teil-)privaten Bereichen sobald wie möglich öffentlich zugänglich zu machen.

Diesen Punkt finde ich sehr wichtig. Die Stadt erhebt viele Daten, was öffentlich nicht bekannt ist. Das sollte sich dringend ändern.

Diese Datenerhebung muss auch Bürgern, lokaler Forschung und Start-ups zur Verfügung stehen. Nicht nur exklusiv einzelnen Behörden oder den Konzernen, die die Technologie zur Verfügung stellen.

Wenn die Regensburger wissen, welche Daten erhoben werden, trägt das außerdem zur Transparenz gegenüber Entscheidungen der Stadt bei.

Alle Regensburger Quartiere müssen ans schnelle Glasfasernetz angeschlossen werden; Sobald Glasfaser auf Netzebene 4 von Hausbesitzer bereitgestellt wird, müssen R-Kom, Telekom, usf. von Seiten der Stadt verpflichtet werden, mit ihrem Glasfasernetz daran anzuschließen (wird bisher verweigert, um für die Durchleitung bei NE 4 nicht zahlen zu müssen)

Der als Titel erwähnte Smart City Ansatz und auch die "Digitale Stadt R" müssen nicht nur strategisch erarbeitet werden, sondern es sollten bevorzugt dann auch regionale Lösungen eingesetzt oder geschaffen werden. Dazu braucht es nicht nur das kreative, wissenschaftlich fundierte und unternehmerische Umfeld ("Innovationsquartier"), sondern auch eine Art Testfeld mit Bürgerbeteiligung. Dabei sollten die vorgesehenen Lösungen im modellhaften Aufbau durch jeden Bürger, der es ausprobieren möchte, getestet werden können. Einerseits um sich damit vertraut zu machen, und andererseits um die gewonnenen Erkenntnisse wieder in die Verbesserung einfließen zu lassen.

Digitalisierung darf kein Selbstzweck sein, sondern muss in eine ganzheitliche Gemeinwohl- und Nachhaltigkeitsstrategie eingebettet werden. Die Digitalisierung bietet viele Chancen, aber auch Risiken. Im Spannungsfeld Gesellschaft/Umwelt/Technik braucht es eine breite interdisziplinäre und öffentliche Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der digitalen Transformation. Was heißt eigentlich Digitalisierung? Und was heißt Digitalisierung für uns Regensburgerinnen und Regensburger? Die Frage ist doch, wie wollen wir in Zukunft leben. Wollen wir Abhängigkeit von amerikanischen Tech-Konzernen, Überwachung, Datenmissbrauch? Wie viel künstliche Intelligenz verträgt unsere Gesellschaft? Kann Regensburg smart und effizient sein und gleichzeitig menschlich, lebendig, inklusiv? Können wir Digitale Souveränität und Open Data miteinander in Einklang bringen? Wo macht uns die Digitalisierung das Leben leichter, damit wir Zeit für die schönen und wichtigen Dinge im Leben haben? Können wir durch smarte Technologien Energie und Ressourcen sparen? Oder ist die Digitalisierung Verursacherin eines gigantischen Energie- und Ressourcenverbrauchs?
Digitalisierung ist nicht gut oder schlecht. Wenn man die Digitalisierung umweltverträglich, gemeinwohlorientiert und partizipativ gestaltet, bietet sie viele Chancen für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Auf die Umsetzung kommt es an.

Der Einzelhandel muss bei der Digitalisierung motiviert, geführt und unterstützt werden.
Es gibt einen unabwendbaren Wandel in Richtung des digitalen Handels, einige Branchen haben schon große Marktanteile verloren.
Das wird sich fortsetzen und Corona verstärkt diese Entwicklung aktuell.
Aus meiner Sicht verkennen die meisten Einzelhändler die Lage vollkommen und werben nur "kauft offline", das wird aber die Vorteile des Onlinehandels für den Konsumenten nicht kompensieren nur darum zu bitten lokal zu kaufen oder den Onlinehandel zum bösen Feind zu erklären. Hier ist eine massive Markttransformierung im Gange.
Auch wenn man nicht jedes Geschäft, jeden Händler "retten" können wird wäre es doch schade, wenn Innenstädte gar nichts mehr zu bieten haben oder nur noch Filialisten, die finanzstärker sind und/oder die klareren Konzepte/Visionen haben.
Deshalb wäre eine Mobilisierung der lokalen, kleinen Einzelhändler eine mögliche Strategie hier zumindest Impulse zu setzen, das Bewusstsein zu wecken und Infrastruktur zu schaffen.
Wäre es nicht genial, das ganze "Inventar" an Handelsprodukten der Stadt online einsehen zu können und sich liefern zu lassen?
Nur dann steht der lokale Handel gleichwertig neben dem Onlinehandel, ich sehe es und habe es ebenso "verfügbar", wenn ich mich nicht aus dem Haus bewegen will.
Da ist ein weiter weg zu nehmen, so etwas zu realisieren, aus der Kraft der Einzelhändler alleine - die zudem ja eher den "Feind" online sehen - wird das nicht geschehen.

Es sollte ein stärker Fokus auf das E-Government Angebot der Stadt gelegt werden. Das sollte dringend dem entsprechend priorisiert, geschaffen und ausgebaut werden. Dazu sollte die Stadt auch weiteres "geeignetes" Personal einstellen. Hierbei ist vor allem auf die Userfreundlichkeit des Angebots zu achten.

Smart City sollte nicht nur technologiegetrieben gesehen werden. Die Stadt muss diese Strategie auch mit sozialen und ökologischen Visionen, Handlungsfeldern und davon abgeleiteten, konkret messbaren Zielen unterlegen. Sonst wird der Status quo einfach nur digital fortgeschrieben.

Neben diesen Zielen müssen folgende Punkte bei allen Smart City Maßnahmen von Anfang an mitgedacht werden:
– Datenschutz für die persönlichen Daten der Betroffenen sollte vor jeder Erhebung von Daten gesichert sein.
– Die Datensicherheit der kompletten Infrastruktur muss gewährleistet sein, also auch in Form von Vorgaben für Firmen und sonstige Partner.
– Die Datensouveränität muss bei den Bürgerinnen und Bürger liegen, auch indem die Stadt die Hoheit über ihre digitale Infrastruktur behält.
– Open Date (dazu gibt es ja schon einen sehr guten Kommentar)
– Die Stadt muss bei der Umsetzung vor allem Open Source Tools nutzen, um die technische Abhängigkeit von einzelnen Konzernen gering zu halten.
– Die Beteiligung aller betroffenen Bürgerinnen und Bürger muss immer von Anfang an erfolgen, um die Usability, Transparenz und vor allem die Ziele der einzelnen Maßnahmen immer überprüfen zu können.

Die Stadt sollte ein umfassendes Angebot an freiem W-Lan zur Verfügung stellen. Auch in unserer heutigen, stark digital geprägten Zeit, haben viele Menschen nicht die finanzielle Möglichkeit, sich einen uneingeschränkten Internetzugang zu leisten. In unserer heutigen Zeit sollte dies aber inzwischen zur Grundversorgung gehören. Solche sozialen Ungerechtigkeiten müssen beendet werden. Es ist daher wichtig, dass nicht nur das W-Lan-Angebot in der Innenstadt, sondern auch gerade dezentral in den einzelnen Stadtteilen ausgebaut wird.

Wir können uns einen Bespiel an San Francisco oder Portland nehmen, die im vorhinein Künstliche Intelligenz gestützte Gesichtserkennung verboten haben. Ob von der Regierung oder Konzerne gesammelte Daten. Es ist natürlich ein großes Thematik zum diskutieren : Datenschutz vs. "Sicherheit"

Wollen wir überall auffindbar sein?

Bei der Digitalisierung der städtischen Dienstleistungen sollte auf radikale Nutzerzentrierung geachtet werden:
- wer nutzt die digitalen Angebote ?
- wie kann die Nutzung möglichst niederschwellig angeboten werden?
- wie wird größtmöglicher Nutzen für den Bürger erreicht?
- welche Alternative gibt es für Bürger, die digitale Angebote nicht Nutzen können (Bürgerterminals?)

Das Thema „Smart City“ ist schon lange kein „Neuland“ mehr. Andere Städte in Europa (Wien z.B.) oder auch in Deutschland (Darmstadt, Aachen) machen uns vor, wie eine konsequente Umsetzung einer Smart City Strategie aussehen kann. Sie ersetzt nicht nur die viel zitierten Behördengänge im Sinne eines E-Government, sondern reduziert nachhaltig den Flächen- und Energieverbrauch z.B. durch intelligente Verkehrs- und Parkleitsysteme, sensible Beleuchtungsszenarien öffentlicher Flächen und Gebäude, Energy-Grids und smarte Sharing Ansätze und vieles mehr.
Obwohl von vielen Seiten bereits Initiativen gestartet wurden (U-Klub, Smart City Workshop der IHK, etc), lässt sich bisher keine konsequente und koordinierte Strategie erkennen. Beim Smart City-Index der bitkom belegte Regensburg 2020 im Bereich Verwaltung den drittletzten Platz. Die Entscheidung zur Einrichtung einer dezidierten Smart City Koordinator*in Stelle begrüßen wir ausdrücklich. Diesem notwendigen, aber eben nur ersten Schritt müssen weitere, und v.a. konsequente Schritte auf dem Weg zu einer echten Smart City folgen. Dazu müssen alle Stakeholder gehört und beteiligt werden.
Es ist weder Aufgabe noch Kernkompetenz einer kommunalen Verwaltung, selbst smarte und disruptive Technologien zu konzipieren und zu entwickeln. Die Stadt muss hier aber Angebote schaffen, die einem Smart City-Ökosystem eine passende Umgebung bietet. Dazu gehört eine eigene Smart City-Strategie ebenso wie eine fortschrittliche Open Data-Policy (s. u.), die gleichzeitig einen verantwortlichen Umgang mit (persönlichen) Daten gewährleistet.
Der Begriff „Smart City“ ist mittlerweile einer breiten Öffentlichkeit bekannt, überwiegend positiv besetzt und damit sehr gut im Sinne des Stadtmarketing nutzbar. Regensburg, als schon heute hervorragend aufgestellter Technologiestandort mit bundesweit beachteter, erfolgreicher Clusterpolitik sollte sich daher umso mehr zur Vorzeigestadt beim Thema Smart City entwickeln und nach Außen positionieren. Smart Citys sind nachhaltig, ökologisch effizient und attraktiv für innovative Unternehmen und hochqualifizierte Arbeitnehmer.
Wir fordern daher eine konsequente und ambitionierte Smart City Strategie mit dem Ziel
• kurzfristig eine organisationale Infrastruktur zur Beteiligung aller Stakeholder und zur Unterstützung der Entwicklung disruptiver, smarter Technologien zu installieren (z.B. Roundtable, Cluster, etc.)
• mittelfristig das etablierte Smart City Ranking des Digitalverbandes Bitkom (Link) in Bayern anzuführen. (Mindestens bei allen Kategorien über Rang 20)MB
• Regensburg langfristig als eine der führenden Smart Citys Deutschlands zu etablieren und zu positionieren.

Regensburg, den 3. Januar 2021
Arbeitskreis Wirtschaft & Finanzen
BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN
KV Regensburg Stadt

Mit der neuen Informatikfakultät an der Universität Regensburg geht das Thema Digitalisierung in unserer Stadt einen großen Schritt voran. Die Techbase betreibt in diesem Bereich schon lange erfolgreich Wirtschaftsförderung und Regionalentwicklung. Forschung und Entwicklung sind in diesem Bereich aber notwendigerweise auf Daten und Schnittstellen angewiesen, auf deren Basis sie Geschäftsmodelle entwickeln können. Die Stadt und ihre Tochterunternehmen produzieren eine Vielzahl an Daten, die dafür in Frage kommen. Daher muss sich die Stadt als Plattform begreifen, die den innovativen Treibern und Entwicklern smarter Lösungen die notwendigen Rahmenbedingungen liefert und z. B. anonymisierte Verkehrsdaten und andere nicht schützenswerte Daten in einem eigenen Open Data-Repository zur Verfügung stellt. Aber nicht nur im unternehmerischen Bereich bietet Open Data Chancen. Eine eigene Open Data-Policy kann zivilgesellschaftliches Engagement fördern und durch Transparenz die Legitimität politischer Entscheidungen erhöhen.
Mit Daten wie etwa die Auslastung von Parkhäusern könnte man Lösungen entwickeln, um Parksuchverkehr zu reduzieren. Offene Daten zu geplanten städtischen Bauvorhaben könnten ein Stück weit Transparenz für Bürger*innen herstellen.

Regensburg, den 3. Januar 2021
Arbeitskreis Wirtschaft & Finanzen
BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN
KV Regensburg Stadt