Vorheriger Vorschlag

Holzgartensteg

Statt dem aufwendigen Holzgartensteg, der wegen der finanziellen Lage erst mal aufgeschoben werden muss, hätte ich einen anderen, kostengünstigeren Vorschlag: Wie wäre es mit einer Brücke über die Regenmündung mit Anbindung an den neuen Fahrradweg

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Nächster Vorschlag

Holzgartensteg schnell bauen

Der geplante Holzgartensteg darf auf keinen Fall auf die lange Bank geschoben werden. Wie wollen wir sonst Fahrradstadt werden???

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Gesamtstadt

Sinn der Stadtbahn?

Die jetzt geplante Stadtbahn, die sich durch Wohngebiete und entlang verkehrsreicher Straßen schlängelt, wird vermutlich bis 2040 wieder "out" sein. Das System ist viel zu wenig flexibel und kann den sich ändernden Erfordernissen (Ziele der Fahrgäste) nicht angepasst werden. Nahziel wäre stattdessen, die Gelder für die Optimierung unseres gut ausgebauten Bussystems zu verwenden (Busspuren, Tangentiallinien, Schnellbusse für Pendler zu den Arbeitsstätten). Die Entfernungen im Stadtgebiet sind so kurz, dass sich ein Umstieg auf Tram nicht rentiert. Die Busse sind auf eigenen Busspuren genauso schnell und ihre Kapazität reicht für die Stadtbevölkerung noch lange aus.
Für den Pendlerverkehraus dem stark wachsenden Landkreis muss in größeren Dimensionen gedacht und vor allem mit dem Landkreis und der DB geplant werden unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Ziele. Zukunftsträchtiger ist ein S-Bahnsystem auf bereits vorhandenen Gleiskörpern oder als Zukunftsvision eine automatisch fahrende Mini-U-Bahn wie von der BMW-Group 1996 vorgestellt. - Schließlich hat man es in München auch geschafft, die DB in den MVV mit einzubinden.

Kommentare

Schienennetz bauen würde Jahrelange Baustellen bedeuten. Lärm, Schmutz und hässliche Umgebung während dieser Jahre. Von den Kosten mal abgesehen. Stattdessen lieber dedizierte Busspuren, moderne Elektrobusse nach Bedarf (Bestell-App zum Beispiel) flexibel einsetzen. Das würde oben genannte Baustellen vermeiden und erlauben, auf Events oder Stadtentwicklungen flexibel zu reagieren, indem man die Buslinien umkonfiguriert. Schienennetze sind out. Gerade in Regensburg, wo der Weg zur Stadtbahn ungefähr genauso lang wäre wie der Weg zum Fahrtziel.

Die Busse stoßen auf den Hauptstrecken jetzt schon an ihre Grenzen. Da helfen auch Busspuren nicht, wenn jetzt schon in manchen Stoßzeiten etwa jede Minute ein voller Bus fährt. Genau auf diesen Strecken soll ja die Straßenbahn kommen. Für die weitere Erschließung sind Elektrobusse sicher geeignet.
Warum sich die Fahrtziele ändern sollten, erschließt sich mir nicht. Es werden ja keine Stadtviertel, Unternehmen oder Einrichtungen (DEZ, Uni, Klinikum) umziehen.
Den weiteren Ausbau des Bussystems (v.a. Tangentiallinien und Anbindung Landkreis) sollte man natürlich trotzdem weiter betreiben, auch schon vor der Stadtbahn.
Die Schienenstrecken der Bahn und deren Haltepunkte sind Aufgabe von Bund und Land und sollten dort eingefordert werden, stehen aber nicht in Konkurrenz zur Straßenbahn.
Woher die Aussage kommt, dass Schienenetze out seien, weiß ich nicht. Der Blick in andere Städte spricht etwas anderes.

Ein Stadtbahnnetz ist leistungsfähiger als ein Busnetz. Es ist gewissermaßen das Rückgrad für für den innerstädtischen ÖPNV. Analog einem U-Bahn-Netz in einer großen Großstadt. Das ist der Grund, warum heute bestehende Netze gestärkt und neue aufgebaut werden. Nicht nur in Deutschland. Busse werden dadurch nicht überflüsig, sie ergänzen vielmehr die Stadtbahn.

Stadtbahnprojekt nimmt Fahrt auf??

Wie viele andere interessierte Regensburger Bürgerinnen und Bürger beurteile ich das Stadtbahnprojekt mehr als kritisch. Gründe:
1. Die Distanz von der Endstationen Wutzlhofen zur Endstation Universitätsklinik beträgt laut Google Maps 9,5 Kilometer. Mit dem Rad benötigt man für diese Strecke inkl. der 90 Höhenmeter 36 Minuten, zurück den Berg hinunter nur noch 31 Minuten. Wie lange wird wohl die Stadtbahn mit den ganzen Haltestellen brauchen?
Die Distanz von der Endstation Wutzlhofen nach Burgweinting zum BMW Werk beträgt mit dem Fahrrad 10 Kilometer, was 34 Minuten mit dem Fahrrad entspricht.

Wegen dieser geringen Distanzen kann ein schienengebundenes öffentliches Verkehrssystem seine Vorteile nicht ausspielen. Es kann keine „Fahrt aufnehmen“, denn der nächste Halt ist viel zu nah.

2. In den ganzen Verlautbarungen des neu geschaffenen Planungsamtes liest man hauptsächlich von den vielen Fördermöglichkeiten (bis zu wahrscheinlich 85%) durch Bund und den Freistaat. Ganz ungeniert ist man willens 500 Mio Steuergelder für insgesamt 14,5 Kilometer Stadtbahnnetz auszugeben. Denn eine zusätzliche West-Ost Trasse ist laut ursprünglichem Gutachten von der Verkehrsführung her nicht möglich und die potenziellen Fahrgastzahlen wären hier viel zu gering.
Dies alles vor dem Hintergrund, dass die täglich zu beobachtende Verkehrsproblematik hauptsächlich durch die 80.000 täglichen Einpendler (bei gleichzeitig 20.000 Auspendlern) verursacht wird. Und die meisten dieser 80.000 Einpendler sitzen bereits im Auto, fahren nur zu einem Bruchteil an Wutzlhofen vorbei, werden dort also auch nicht auf den ÖPNV umsteigen und wollen auch nicht unbedingt zur Uniklinik oder nach Burgweinting.

3. Weitere Argumente gegen eine schienengebundene Stadtbahn in Regensburg sind die meist engen Straßenverhältnisse, so dass unweigerlich Raum für Fußgänger, Radfahrer oder auch Busse/Autos verloren geht. Dabei wäre z.B. eine gute Fahrradtrasse auf den Galgenberg vonnöten.

Und was ist wenn es auf der Strecke eine Störung gibt? Dann stehen alle Züge, ohne dass es Ausweichmöglichkeiten gibt.

4. Welchen Flächenverbrauch wird es für den Betriebshof geben, wo die ganzen Züge gewartet und unterstellt werden müssen?

Welchen Flächenverbrauch wird es für die Pendlerparkplätze in Wutzlhofen geben? Für die Einpendler aus dem Norden? Denn die sollen ja wohl dorthin fahren, wenn das Ziel die Altstadt, die Universität oder Burgweinting ist.

5. Interessant für die Politik dürfte sein, dass in Wiesbaden eine fertig geplante „City-Bahn“ über immerhin 40 Kilometer von Mainz über die Wiesbadener City ins nordwestlich gelegene Bad Schwalbach bei einem Bürgerentscheid im November 2020 mit deutlichen 62% abgelehnt wurde. Trotz breitester politischer Unterstützung punkteten die Gegner mit folgenden Argumenten
- zu langsam und deshalb für Pendler nicht wirklich attraktiv
- zu viel Platzverbrauch durch das nicht befahrbare Gleisbett
- aus dem Ruder laufende Kosten
- jahrelange Dauerbaustellen
(Info aus welt.de vom 02.11.2020).

Schade, dass sich Regensburg nicht energisch zu einer richtigen Fahrradstadt wandelt. Gerade weil wir in Regensburg nicht wirklich weite Strecken zu überbrücken haben kann, man sehr viel mit dem Fahrrad erreichen, mit E-Bikes noch viel mehr. In Regensburg haben wir zwar viel Nebel, aber nur selten echte Regentage. Um attraktive Fahrradwege und Fahrradschnellstraßen zu bauen wird man nicht 500 Mio Steuergelder ausgeben müssen.

Stefan Aumüller