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Stellungnahme des AK Wirtschaft der Partei B90 / DIE GRÜNEN Kreisverband Regensburg

Der Arbeitskreis Wirtschaft & Finanzen der Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN (KV Regensburg Stadt) begrüßt ausdrücklich die Entscheidung der Stadt Regensburg, die gesamte Stadtgemeinschaft zur Mitwirkung am Regensburg Plan 2040 einzuladen.

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Den Norden weiterentwickeln

Der Bereich Frankenstrasse Nordgaustrasse, Donaustauferstrasse muss weiterentwickelt und aufgewertet werden.

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Gesamtstadt

Gedanken zum Regensburger "Brückenkomplex"

In Regensburg ist angefangen vom Streit um den Bau der Steinernen Brücke das „Brücken bauen“ seit jeher immer ein steiniger Weg. Die individuellen Bedenken und Ansprüche zu Veränderungen, ja die Aversion gegenüber Brücken, sind oft größer als das technische Problem. Sie sind in Regensburg, der Stadt an der Donau, stets Anlass zum Streit zwischen den Partikularinteressen priviligiert idyllisch im Flussraum Wohnender und dem Interesse des Gemeinwohls und der gesamten Bürgerschaft, dem der gewählte Stadtrat auf der Grundlage fachlicher Argumente verpflichtet ist. Anstatt wie bei einer Brücke zu verbinden, entzweit er jedes Mal die Bürgerschaft. Scheinbar ein Spiegelbild des realen Lebens.
Angesichts des chronischen Regensburger "Brückenkomplexes" sollte sich die Stadtgesellschaft in einer wachsenden Stadt mit vielen Barrieren einmal überlegen, was tatsächlich und im übertragenen Sinne „Brücken bauen“ bedeutet. Brücken sind als Bauwerke ein Symbol,
- Hindernisse ohne Gefahren zu überwinden.
- kürzeste Wegeverbindungen herzustellen zur Begegnung von Menschen.
- Menschen mit Menschen zu verbinden, um so Begegnung, Gemeinschaft und Zusammenhalt in einer Stadt zu schaffen.
- Sicherheit und Geborgenheit für die Benutzer zu vermitteln.
- einer Stadt mit mehreren Flüssen eine Unverwechselbarkeit zu geben.
- wie bei der Steinernen Brücke Identität mit der eigenen Stadt und deren Geschichte zu schaffen.
- als neutraler Ort für Vermittlungs- und Friedensgespräche, denn sie verbinden bei aller Gegensätzlichkeit die Menschen miteinander.
- für den Geist und die Tatkraft des Menschen, mit aller Kraft von Zeit und Geld Hindernisse zur Erleichterung des Lebens auf dem kürzesten Weg überwinden zu wollen.
- für die technische und intellektuelle Leidenschaft der Menschen, die Welt mit Brücken auch zum Positiven (Umwelt-, Klimaschutz, Verkehrswende) verändern zu wollen und können.
- für das Vertrauen in die, die Brücken planen und bauen, so, dass sie tragfähig sind, um sie gefahrlos zu nutzen und sie gestalterisch gut in den Lebensraum einzufügen.
- dass sie wie ein Menschenleben ein tragfähiges Fundament und eine feste Konstruktion haben müssen, um die Hindernisse des Lebens sicher bewältigen zu können.
Wäre die Stadt Regensburg auf dem mittelalterlichen Stand nur mit dem Singulär Steinernen Brücke stehen geblieben, was bis 1938 bis zum Bau der Nibelungenbrücke der Fall war, hätte die Stadt seit über 80 Jahren nie einen solchen Aufschwung nehmen können und attraktiv für viele Menschen werden können. Eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur mit Brücken über Flüsse, eng vernetzt für alle Verkehrsarten, ist immer noch das Rückgrat jeder Stadtentwicklung und auch unseres Wohlstandes. Die Kaufleute und Bürger Regensburg, denen man den Bau der Steinernen Brücke und die Stadt im Mittelalter ihren Aufschwung verdanken darf, waren visionärer als mancher heutige Zeitgenosse, der sich nur an der Kritik um der Kritik willen ergeht und möglichst alles verhindern will.